Mittwoch, 22. Februar 2017

Ein ganzes ...

... Vogelkonzert steht noch nicht auf dem Frühlings-Spielplan der Natur, aber ein Solo für eine Amsel war heute Morgen um halb sechs schon Programm. Sehr fein! Da war es gar nicht schlimm, dass ich eine halbe Stunde zu früh wach war. 

Die ersten Meter meines wunderschönen Flauscheknäuels sind gar nicht mehr so schön. Die sind schon ganz schön abgegrabbelt. Nicht etwas weil ich zu viel geflauscht habe, sondern weil ich zu viel probiert und dann wieder geribbelt habe. Es entzieht sich mir immer noch und bis wir etwas gefunden haben, das zu uns beiden passt, stricke ich Ärmel ...


Auch nicht wirklich erfreulich, weil sich so ein Ärmel immer zieht und weil man, wenn man einen hat, noch einen zweiten, möglichst gleichen, braucht. Es dauert, aber es wird.

Da von der Amitola ganz viel übrig bleibt, werde ich mir aus dem Rest ein schlichtes Bindetuch stricken. Die Wolle und die Farben sind einfach zu schön. Außerdem ist ein Bindetuch immer fein. Man hat schnell etwas Wärmendes umgebunden und hat trotzdem die Hände frei.

Und wenn ich nicht stricke, nicht arbeite, nicht laufe, nicht das Internet leer kaufe, um etwas anzuziehen zu haben und aus der Ferne mein Zimmer beim Herzallerliebsten einzurichten (morgen wartet eine ganz wundervolle grüne Lampe auf mich - der Herzallerliebste natürlich auch, aber der kommt erst später, also wartet er nicht direkt)
, steige ich auf einen Hocker ... 


... und mache Bilder von der schwindenden Schönheit meiner Tulpen, die mir schon eine Woche das Leben verhübschen. 


Dienstag, 21. Februar 2017

Ach und weh ...

... so könnte man denken, aber die drei Blasen an den Füßen und der Muskelkater, den mir die knapp 30 Kilometer Rad fahren am Samstag und die beiden Nordic-Walking-Runden mit insgesamt knapp 13 Kilometern der letzten beiden Tage eingebracht haben, fühlt sich ganz wunderbar lebendig an. 
Außerdem mogelt er über die Schmerzen hinweg, die die Hüfte, die Knie(e) und der sich langsam versteifende Rücken täglich und nächtlich machen.

Ich habe, weil ich merkte, das es mir Stress macht, das Laufziel für dieses Jahr korrigiert. Besser gesagt - offen gelassen. Durch die lange Zeit von Eis und Schnee hänge ich doch arg hintendran und müsste quasi täglich laufen, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Das will, kann und darf ich aber nicht. Also lass ich es offen, laufe wann immer ich Lust - ich habe ganz viel Lust, weil Laufen gegen fast alles hilft - und Zeit habe.


Jetzt laufe ich erstmal zur Arbeit, aber das zählt nicht. 

Montag, 20. Februar 2017

Es gibt aber auch ...

... schlechte Nächte. Die letzte war eine von den ganz schlechten. Mehr wach als schlafend. Warum auch immer. Trotzdem war ich nicht froh als um sechs das Brettchen wie immer den Tag ausrief. Noch ein bisschen sinnlos im Bett herumwälzen und den ganz vereinzelt, ganz leise und nur ganz kurze Lieder singenden Vögeln zuhören, wäre hübsch gewesen.
Die Vögel singen natürlich noch nicht so so richtig frühlingshaft, aber ein bisschen. Wahrscheinlich singen sie noch nicht, weil es immer noch zu lange zu dunkel ist und sie deswegen ihre Texte nicht lesen können. Auswendig wissen sie nur Bruchstücke vom letzten Jahr oder es sind die Jungvögel vom letzten Jahr in der Ausbildung. 

Wie auch immer es sich wirklich verhalten mag in Sachen morgendliches Vogelgezwitscher mache ich mich jetzt mit dem Schweinehund und den Gehstäbchen auf den Weg um die Blöcke. Ein paar Kilometer "frühstücken". Wir haben zwar beide keine Lust - zu nass, zu kalt, zu grau - aber es hilft nichts, wir waren lange genug faul und falls doch nochmal Schnee kommt, der mich wieder am Laufen hindert, muss ich jetzt schnell ein paar Kilometer einsammeln. Ich hinke sowieso dem Plan hinterher. 

Sonntag, 19. Februar 2017

Seit drei Tagen ...

... sitze ich abends neben diesen Schönheiten ...


... himmle sie an, flausche sie ein bisschen und trau mich nicht sie anzustricken. Ich traue mich noch nicht einmal mir ernsthaft Gedanken zu machen, wie aus ihnen das werden könnte, was ich gerne hätte.
Der Plan sieht eigentlich vor, dass daraus eine kleine Handtasche entstehen soll, die mich zur Hochzeit begleitet. Mit Zöpfen und Perlmuster und einem Perlmuttknopf ... vielleicht auch irgendeine Schließe, aber die meisten Schließen sind so ... naja, eben so.

Aber hey! Dafür dass die Schönheiten aus Manchester zu mir gekommen sind, waren sie bei meinem momentanen schlechten Paketdienstkarma echt schnell. Letzten Sonntag bestellt und Donnerstagvormittag wurden sie bei einem Nachbarn abgegeben und das ausgerechnet von dem Paketdienst, der meine Paket normalerweise immer ein paar Tage länger als andere durch die Gegend trägt. Ich freu mich und flausche noch ein bisschen, bis ich mich an die Nadeln traue ... sollte ich vielleicht häkeln?  

Samstag, 18. Februar 2017

An sich nicht schön ...

... aber ich genieße es. Nur ich, die Fahrratte und der Regen. 

Seht ihr die Stelle ...

... an der ich den Kaffee in den Milchschaum gegossen habe?



Nee? Ich auch nicht mehr. Ich habe mir auch große Mühe gegeben sie zu verbergen. Freundliches Weiß am Morgen gegen das Nieselgrau draußen.
Nichtsdestotrotz werde ich gleich die Fahrratte satteln und zu meiner Mutter fahren, die Einkäufe abliefern. Das Auto ist mit dem großem Mitbewohner zusammen zur Erholung an der Ostsee. Da ich nicht so gerne Bus und U-Bahn fahre, die letzten Schneehaufen getaut und 12 Kilometer (einfach Strecke) nicht die Welt sind, habe ich beschlossen die Fahrradsaison zu eröffnen (inoffiziell fuhr ich am Donnerstag bei dem schönen Sonnenschein das erste Mal, aber das war wirklich nur Kurzstrecke zum Einkaufen). Um die drei kleinen Tropfen, die gerade vom Himmel fallen, fahre ich einen Bogen. 

Freitag, 17. Februar 2017

Ich könnte jetzt ...

... hier sitzen bleiben und einfach aus versehen vergessen zur Arbeit zu gehen ...