Mittwoch, 20. November 2013

Letzte Woche Mittwoch ...

... schaute ich aus dem Küchenfenster und erfreute mich daran, dass das eine Hörnchen am Fuße der Fichte zwei Elstern verprügelt hat, die ihm die Nüsslein klauen wollten. Das war wirklich sehr putzig. Ließ sich aber nicht im Bild festhalten.

Kaum zehn Minuten später ertönte vor meinem Küchenfenster ein gar hässliches Geräusch und ein oranges Männchen ging der Fichte an die Ärmchen. 


Ich wollte es erst gar nicht glauben und hoffte er beraubt sie nur einiger Äste ...


Aber nee, das orange Männchen hat wirklich ernst gemacht und die Fichte Stück für Stück abgesägt.



Ich persönlich könnte gut und gerne auf den "freien" Blick verzichten. Auf den Anblick der traurigen  Hörnchen und Eichelhäher, die hier nun seit einer Woche mit dicken Augen ihre feuchten Taschentücher hinter sich herziehen, auch.

Die Fichte vor meinem Fenster, in der die Krähen im März versucht haben ein Nest zu bauen und sich die Hörnchen im Juni den Bauch vollschlugen, ist dem gleichen Schicksal zum Opfer gefallen.


Ratzeputze...kahle...weg. Einfach unglaublich. Wenn man den Blick jetzt noch nach links schweifen lässt, kann man feststellen, dass die dort lebenden Bäumen auch einem radikalen Schnitt erleben durften.


Dafür, dass wir bald keine Bäume und Sträucher mehr haben, haben sie jetzt draußen ganz viele Wasserhähne gepflanzt. Sollte es jemals hell werden, zeige ich sie euch. Die sind wirklich toll...meist sogar nicht nur ein Hahn, sondern gleich zwei an einer Wasserstelle...

Kommentare:

  1. Das ist traurig!
    Überhaupt scheint mir, heuer wird so viel Baum(um)schnitt betrieben wie noch nie; und nachweislich sind die meisten der gefällten Bäume nicht alt/morsch/sturmgefährdet gewesen.. Meist stört gewissen Personen nur das Laub im Herbst....
    Die armen Tiere nun, die ihre Heimstatt suchen..

    Liebe Grüße
    Elena

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  2. we macht denn sowas??? die armen Tiere, jetzt haben sie keine Heimat mehr. Wie kann Mensch das eigentlich verantworten. Traurige Grüße und schade für die kleinen Lebewesen, wo Du immer so schöne Fotos machen konntest.
    Christiane.

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  3. verstehe einer die Welt..die Tanne sah doch nicht krank aus..
    TRAURIG so sehe ich es auch
    LG vom katerchen

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  4. oh mann, wer ist denn da wieder amok gelaufen mit der kettensaege:( was bin ich froh, dass wir hier selbst entscheiden, wann was wo geschnitten wird! wasserhaehne statt baeumen - das ist doch mal was ganz neues! funktionieren die auch als blickschutz von gegenueber???
    auch, wenn es jetzt natuerlich zu spaet ist, kann man sich da nirgendwo beschweren (sprich, jemanden zur sau machen dafuer!), was der zweck der aktion war?

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  5. Es scheint ein Virus umzugehen, der gedankenlose Menschen befällt, die diese Krankheit dann an wehrlosen Bäumen auslassen und denen es egal ist, was mit deren Bewohnern passiert. Hier in der Umgebung höre ich auch ständig nur noch die Kettensägen kreischen und Bäume fallen. Und "unsere" Eule Eulalie musste offenbar auch umziehne, denn dieses Jahr hatten wir keine kleinen Eulen mehr im Garten. Dafür faseln aber alle immer mehr und immer schlauer von Klimaschutz und dergleichen.... Total bekloppt.
    Liebe Grüße
    Regina

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