Montag, 28. April 2014

FestplattenFundstück

Lang, lang ist es her ... Es begab sich zu einer Zeit, als mein erster PC bei mir einzog und ich noch nicht einmal eine Ahnung hatte, wie man ihn einschaltet. Von allem anderen mal ganz abgesehen ...




Eine oder auch keine Kurzgeschichte

Es ist Sonntag und ich sitze hier und überlege wie ich der Aufforderung meines größten Fans nachkommen kann. Der Aufforderung doch mal eine Kurzgeschichte zu schreiben. Das Problem ist, die Dinger wachsen nicht auf Bäumen. Oder ich habe nur noch nicht die richtigen Bäume gefunden. Von jedem, den ich geschüttelt habe, fielen nur Blätter, Kastanien und, wenn ich ganz reich beschenkt wurde, wurmstichige Äpfel und Pflaumen, um die ich mich dann auch noch mit den wilden Wespen streiten musste. Was in etwa so aussah: Wespe nähert sich dem Objekt ihrer Begierde und somit auch mir. Ich sehe die plumpe Annäherung, muss nicht lange überlegen, sondern hole noch einmal tief Luft, konzentriere mich, nehme meine Beine in die Hand (tja, von alleine tun sie es nicht mehr) und kratze geschwind die Kurve.
Aber weil ich sowieso gerade draußen war, habe ich gleich den Himmel gefragt, ob er nicht irgendeine Idee für eine Geschichte für mich hätte. Der hat aber nur gegrollt und mir eine ordentliche Portion Wasser herunter geschickt. Etwas netter hätte er sein Missfallen schon kundtun können. Bei dem ist also auch nichts zu holen, außer einer Dusche, hin und wieder eine Sternschnuppe (ist mir aber auch schnuppe) und wenn es ganz böse kommt, fällt er mir komplett auf den Kopf. Also nichts wie weg!!
Wo könnte ich denn noch nach einer Geschichte suchen? Hier ist ja nichts, aber auch gar nichts los.
Rübe - eigentlich immer eine Geschichte wert - liegt auch nur pummelig und schläfrig in der Ecke rum. Verdaut die Möhren und träumt vielleicht von einer grünen Wiese mit vielen Kaninchenlöchern, auf der sich ein paar Spielkameraden tummeln. Vielleicht träumt sie auch von einem schönen Riesenrammler, der ihren Weg kreuzt. Und wie sich dieser Traum weiter gestaltet, bleibt der Phantasie des geschätzten Lesers überlassen. Auch ein Kaninchen hat eine Intimsphäre und in die will ich nicht eindringen. Also lass ich sie in Ruhe weiter träumen.
Wenn ich nicht so schrecklich rücksichtsvoll wäre, hätte ich jetzt Stoff für die gewünschte Kurzgeschichte. Aber nein, ich muss wohl oder übel in meiner Suche fortfahren.
Wo soll ich nur das Gewünschte finden? Der Kühlschrank ist leer und kalt. Die Waschmaschine gibt auch nichts her. Noch nicht einmal all das, was ich in sie hineingetan habe. Beim Wäsche aufhängen ist mir nämlich aufgefallen, dass meine Socken nicht vollzählig auf der Leine angetreten sind. Im Wäschepuff konnte ich den Flüchtling nicht entdecken. Er hat sich auch nicht in der Trommel versteckt, also liegt die Vermutung nahe (wer naht?) die Waschmaschine hat mal wieder eine meiner Socken gefressen. Das ist wahrscheinlich die Rache dafür, dass ich mich so lange nicht um sie gekümmert habe. Sie fühlt sich vernachlässigt, weil ich stundenlang auf unseren neuen Mitbewohner einhämmere, dabei schnaufe, stöhne, schreie („Man bist du blöd ! Lass den Scheiß! Ich versteh das nicht! Mach das jetzt endlich, ich will das so!“ u.s.w.)(Ach ja manchmal natürlich auch : „Jaaaa ! Hurra , ich hab’s! Hähä, angeschissen!“ oder so ähnlich), mir die Haare raufe und darüber vergesse ab und zu mit ihr zu spielen. Also auch hier nicht der geringste Ansatz zu finden.
Manchmal kommt mir im Schlaf eine Idee, aber träge wie ich nun mal bin, verschlafe ich diese natürlich. Ich werde ja noch nicht mal richtig wach, wenn ich nachts aufs Klo wanke. Unter diesen Umständen ist es ja wohl völlig klar, dass ich nicht so wach werde, um diese eine Idee, sei es auch nur in Stichworten, irgendwo aufzuschreiben. Dann wird es wohl nichts mit der Kurzgeschichte werden.  Ich hoffe mein größter Fan sieht, dass ich mich bemüht habe, aber trotz eifriger Suche nichts gefunden habe, für das es sich gelohnt hätte, meinen Geist anzustrengen. Ein anderes Mal stehen die Zeichen für eine Geschichtenproduktion, sei sie auch noch so kurz, vielleicht besser. Dann stimmt vielleicht die Stimmung ,das Wetter, der Flugverkehr, das Radioprogramm , Körper- und Zimmertemperatur, Outfit (einer muss ja fit sein) ,Make up, der Mond oder wer auch immer steht im richtigen Verhältnis zu wem auch immer, vielleicht habe ich bis dahin auch endlich meinen Schreibtisch von einer, im Zimmer missgünstig verlaufenden, Wasser- oder sonstige Ader genommen. Oder muss ich ihn erst draufstellen, damit der kreative Schub bei mir einziehen kann? 
Es gibt natürlich noch die Möglichkeit, die auch nicht so weit hergeholt ist (welches Ferkel hat sie ohne Aufforderung geholt? Soll sich schon mal warm machen, bin nämlich gleich fertig und dann zeig ich ihm das Ferkel so was nicht tun sollten.) ...
Jetzt mischt sich dieses blöde Vieh auch noch richtig ein. Wird Zeit das ich hier endlich mal ein bisschen Ordnung in meine Menagerie bringe. Nun aber erst mal zurück zur Möglichkeit. Vielleicht kann ich schlicht und ergreifend gar keine Geschichten, egal ob kurz oder lang, schreiben. Darüber wird aber wohl auch an anderer Stelle entschieden. Ich versuche mich auf jeden Fall erst mal geschickt von meiner mir hoffentlich wohl gesonnenen  Leserschar zu verabschieden.
Um meine Phantasie zu beflügeln muss ich jetzt eine kreative Pause einschieben. Das heißt, ich werde mich auf meine zwei Beine stellen und meinem Gehirn sagen, dass es ihnen sagen soll, sie sollen mich ins Wohnzimmer tragen, damit ich dort auf dem Sofa zusammenbrechen kann. Mich zusammenrolle und in die Traumwelten eines Mittagsschläfchens hinab gleiten kann.  


Hier ist leider Ende

Nachwort :
Mein Dank geht an die Leserschar, die bis hier hin durchgehalten hat. Die den Mut und die Ausdauer bewiesen hat sich durch 2 Seiten, die bis zum Nachwort mit 936 Worten geschmückt sind, welche sich wiederum auf 76 Zeilen vergnügen. Diese 79 Zeilen verteilen sich dann auch noch auf 16 Absätze. Was will man mehr?



Fortsetzung folgt????????????????

Kommentare:

  1. ja den Mittagsstundentraum..den hätte ich GERNE gewusst..
    LG vom katerchen

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  2. gut geschrieben ich schmunzle und liebe deine art zu schreiben ...
    ich hoffe doch auf Fortsetzung bald!
    Lieben Gruss Elke

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