Freitag, 31. Oktober 2014

Als ich am Dienstag ...

... in den Bus Richtung Hamburg stieg, habe ich mich mit dem Neptunia-Tuch bewaffnet, um es endlich zu beenden. Schließlich fehlte nur nur noch die obere Abschlusskante, an der ich mich schon mal versucht habe, aber kein befriedigendes Endergebnis erziehlen konnte und so das Tuch erst einmal in einer Tüte verstaut in den Schrank verbannt hatte. 

Frischen Mutes hatte ich die 386 Machen der oberen Kante aufgefasst und war nun doch wild entschlossen einen I-Cord zu stricken. Das stellte sich ziemlich schnell als dumme Idee heraus, weil sich der I-Cord, trotz größerer Nadelstärke leider viel zu sehr zusammenzog. Also wieder alles runter von der Nadel, neu auffassen und etwas anderes probieren. Das Ergebnis war ähnlich unbefriedigend und auch der nächste Versuch die obere Kante zu umhäkeln, fand kein Gefallen. 
Zwanzig Minuten vor Hamburg habe ich dann das Tuch für vorübergehend fertig erklärt, schnell die letzten Fäden vernäht, es mir um die Schultern geworfen und dann sind wir gemeinsam aus dem Bus gestiegen. 

Inzwischen hat sich der Entschluss als nahezu weise erwiesen. Denn die obere Kante ist ohne Abschluss so schön elastisch, dass ich das Tuch als Bindetuch tragen kann. 


Das ist bei dem Wetter im Moment nicht wirklich schlecht. Es ist nämlich leider kälter, als sie versprochen hatten und auch die Sonne wärmt, wenn sie denn mal da ist, nicht mehr wirklich. 


Der Mann an meiner Seite meint, es wäre sehr schön geworden.  Viel schöner als auf den Bildern, die er und ihr bisher nur kannte. 

Ordentlich kräftig gezogen hat das Tuch eine Spannweite von 214 cm. Klingt viel, ist aber nicht wirklich viel und auch erst gemssen nach dem ich es schon diverse Male um mich gewickelt und somit ordentlich ausgeleiert habe. 
Mittig bis zur Spitze misst es 90 cm und weil es trotz aller Strophen nicht so riesig ist, wiegt es auch nur 304g und ist mit Nadelstärke 3,5 gestrickt. 
Bei der Wolle handelt es sich um eine bunte SoWo ... ihren Namen habe ich vergessen ... aus der Schönfärberei und einer schwarzen Uni-SoWo ebenfalls aus der Schönfärberei.

Jetzt bin ich fertig mit dem Tuch und den vielen Buchstaben dazu ... 


Das ist echt gemein, wenn einem die Sonne in die Augen scheint ... außerdem mag ich sowieso nicht fotografiert werden. 

Samstag, 25. Oktober 2014

Es ist vollbracht!


So viele Wollknäule habe ich für die Jacke ... eigentlich ist es mehr ein Kurzmantel und irgendwann ist, es bei dem Gewicht, ein Langmantel und ich kann die Straße fegen ... entkleidet.

Gestern Abend habe ich die letzte Masche gestrickt und heute Morgen den letzten Stich getan. 


Der MickRich ist auch gleich in seine Tasche eingezogen. Ich musste ihn leider seines Wollknäuels verweisen, weil ich das für die Symmetrie zum Stricken der zweiten Tasche brauchte. Da ich ihm das Knäuel geschenkt hatte, konnte ich es ihm nicht einfach so wieder wegnehmen. Als Ersatz fürs Knäuel hat er ein lebenslanges Wohnrecht in der Tasche.


Passt wie angegossen. 

Das Stricken des Wollhaufens hat mir viel Spaß gemacht. Sogar so viel Spaß, dass ich die vordere Blende, nachdem sie fast fertig war, noch einmal wieder aufgezogen habe, weil mir schon Böses schwante von wegen der Schwerkraft. Die eingeleiten Maßnahmen reichten aber nicht aus, um die Blende am Leihern zu hindern. Also habe ich gestern Abend in die Blende und den Halsausschnitt ein paar "stützende ... zusammneziehende ...zusammenhaltende" Fäden eingezogen. Das Ergebnis ist höchst befriedigend ... und wenn man es nicht weiß, sieht man es auch nicht ... es sei denn man nimmt das Ganze genauer unter die Lupe. 


Das Einzige, das ich anders machen würde, wenn ich noch einmal die Wolle stricken würde, die sich sehr gut strickt, ich würde statt Nadelstärke 12 nur Nadelstärke 10 nehmen. Reicht völlig. Macht das Gestrick ein wenig dichter, ändert aber nicht so viel an der Maschenprobe.
1500g wiegt der Wollhaufen, der anständig fusselt und mich bestimmt ziemlich warm halten wird. Das werde ich nachher, wenn ich zu meiner Mutter fahre, gleich mal probieren ... fünf bis sechs Grad als Versuchstemperatur sind, glaube ich, ganz gut.  Dort werde ich mir auch gleich Schimpf und Schelte abholen, weil das, was ich da gemacht habe, so nicht geht und alles Mist ist. Ich finde es geht, wenn ich mal davon absehe, dass der Wollhaufen ein klein wenig aufträgt, ... aber wirklich nur ein bisschen. Das Beruhigende daran ist, dass ich selbst, wenn ich die fünf zu vielen Kilo weniger hätte, genauso fett aussehen würde.   

Für den Wollhaufen gibt es kein Strickrezept. Ich habe wie immer frei Schnauze, frei nach dem Motto: Versuch und Irrtum gestrickt. Die Größe liegt so ungefähr bei M bis XL.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Ich sollte langsam ...

... zum Ende kommen. 


Ich habe nur noch vier von dreißig Knäueln, mit denen ich den Wollhaufen vergrößern kann.

Die Dimensionen lassen sich bildlich nur schlecht darstellen, aber es ist ein großer Wollhaufen.


Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich in dem fertigen Teil kein bisschen dick aussehen werde. Überhaupt nicht. Der Wollhaufen wird nie nicht und an gar keiner Stelle auftragen ... aber kuschlig wird er sein und ganz wunderbar nach Schaf und Alpaka riechen ... ich glaube, ich möchte mit dem Teil nicht nass werden ...

Freitag, 17. Oktober 2014

Heute kam ...

... der langersehnte Wollnachschub und als ich mich vorhin gierig niederließ, um endlich die Baumstämme zu schwingen, ist gleich erst einmal ein Knäuel abgehauen. 


Ich konnte gar nicht so schnell kucken, wie der MickRich hinter dem Ding her ist ...


... und es an sich rieß. 
Die Vermutung lag nahe, dass er das Knäuel sowieso nicht wieder rausrückt. Außerdem hatte der Herzallerliebste gesagt, dass ich dem MickRich etwas abgeben soll, weil er sich in dem schon zusammengestrickten Wollhaufen so wohlfühlt. Also habe ich dem MickRich ein Knäuel geschenkt. 



Die Entscheidung ist nicht die schlechteste. So sind dem MickRich die Flügel gebunden und er kann weniger Unsinn machen. 

Auf die Socken ...


... fertig ...


...Los! 

Ich habe mich ein wenig gesputet mit den Socken, denn der JackenwollNachschub ist auf dem Weg. Man muss nur mal klagen und schon klappt es mit ... mit was auch immer. 

Dadurch, dass ich das Wabenmuster ein wenig abgewandelt habe, ergeben sich, wie ich finde, viel schönere Waben ... in meinem Fall schöne, große Wassermelonen ...


... und außerdem zieht sich das Ganze nicht so zusammen. Die Socken haben kaum eine Biegung.


Am Fuß sind Ober- und Unterseite optisch, real sind sie es sowieso, fast gleich lang.

Sockendaten:
  • Gr. 38
  • Gewicht 113g
  • SoWo "Wassermelone" und ein Faden SoWo Natur aus der Schönfärberei
  • gestrickt mit den verbogenen Alunadeln NS 3.5
  • Muster: abgewandeltes Wabenmuster

Mittwoch, 15. Oktober 2014

Nachdem ich nun ...

... mit meinem Jackendingens ...


... so weit bin, dass ich Mangels Wolle nicht weiter kann, obwohl ich mir ganz viel Mühe gegeben habe diesen Umstand herauszuzögern ... 

... zuerst traf ich beim Vorderteil stricken diesen Knoten ...


... nicht weiter aufregend. Er war der erste in bis dahin zehn Knäueln.  Also Knoten aufgefrickelt und wieder angesetzt ... was interessiert mich der Farbverlauf. 
Kurze Zeit später traf ich diese Knoten ...


Die waren wesentlich raffinierter. Zwei der drei miteinander verzwirnten Fäden hatte irgendein Mensch mit spitzen Fingern in einem ziemlich kurzen Abstand verknotet. Immerhin farblich passend. Ich nahm die Schere und schnitt dieses Ereignis einfach raus und setzte neu an.
Als ich denn so am Ende meines Vorderteils war, besah ich mir dieses einmal ...


... und kam zu dem Schluß: So geht das nicht. Ich hatte kurz vor der Knotenarie auch noch ein neues Knäuel angesetzt.
Nun gut, also habe ich bis zum echten Knäuelansatz geribbelt und einem neuen Knäuel die Chance gegeben. Es hat mich nicht enttäuscht. 
Danach nahm ich den ersten Ärmel in Angriff. Dafür sollte nämlich die Wolle noch reichen. Tat sie auch, aber da, nachdem ich den Ärmel fast fertig gestrickt hatte, immer noch keine neue Wolle in Sicht war, habe ich den Ärmel wieder aufgetrennt und nochmal gestrickt. 
Es lag natürlich nicht an der mangelnden Wolle. Es lag an meiner Unfähigkeit einen passenden Ärmel zu stricken. In den ersten Versuch hätte bequem mein Oberschenkel gepasst ... 

Der MickRich fühlt sich in dem Wollberg ziemlich wohl ...


So und um nun an meinen ersten Satz "Nachdem ich nun mit meinem Jackendingens so weit bin, dass ich Mangels Wolle nicht weiter kann, obwohl ich mir ganz viel Mühe gegeben habe diesen Umstand herauszuzögern ..." anzuschließen, zeige ich noch, was ich mir als Pausenfüller auf die Nadeln geholt habe:


"Wassermelone on the Rocks" ... sprich ein Faden SoWo "Wassermelone" und ein Faden Natur mit Nadelstärke 3,5 und einem überarbeiteten Wabenmuster ergibt ganz wunderbar dicke Socken. 
Wenn ich gestern nicht so müde gewesen wäre ... ich dachte morgens, als ich an der Ampel stand schon: "Wenn die nicht bald grün wird, schlafe ich hier auf der Stelle ein." ... hätte ich wesentlich mehr geschafft. 

Sonntag, 12. Oktober 2014

Der Herzallerliebste ...

... und ich haben heute einen Ausflug zum Südgelände gemacht ... 

... eigentlich habe ich diesen Ausflug allein gemacht und den Herzallerliebsten, der im fernen Ahrensburg saß, virtuell via WhatsApp mitgenommen. 
Darum war es auch nicht ganz so schlimm, dass wir zur S-Bahn gelaufen sind. Meine Füße sind das gewohnt ...


Die erste Maulerei kam auf, als ich für den Herzallerliebsten nicht gestempelt habe, weil mein Fahrkärtchen voll war. 


Aber He! Sie haben ihn nicht beim Schwarzfahren erwischt. Hatten heute wieder mal besseres zu tun und haben die S-Bahn zwischen Tempelhof und Schöneberg pendeln lassen. Wird immer wieder gern genommen, wenn schon die Lokführer gerade mal nicht streiken. 

Irgendwann landeten wir dann glücklich am Südkreuz ... 

 
... und weil ich die Macht hatte und es meine Füße waren, bin ich ... sind wir die eine Station zu Fuß gegangen. 


... die Gegend hatte durchaus Potential sich im Laufe ...


... der Zeit zu bessern. 


Erst war ich mir nicht so sicher, ob ich den richtigen Weg eingeschlagen hatte, aber ich war tatsächlich auf der richtigen Spur. 



Das Südkreuz von einer Brücke aus. Von dieser Brücke ...


... aus. Hätte ich mich nicht von der Welt ... 


... ablenken lassen und wäre ich manchmal nicht ganz so orientierungslos ... ja, ich bekenne: ich habe mich früher sogar in Telefonzellen verlaufen. Darum gibt es heut zu Tage keine mehr ... wären wir schon viel früher auf dem Südgelände gelandet. 


Hinten rechts am Ende der Treppe ist ein weiterer Eingang. Nachher ist man meistens schlauer als vorher. 

Auf dem Südgelände gibt es ganz viele Eisenbahnschienen ... 


... alle irgendwie nicht wirklich freizugänglich ... 


Manchmal stellt sich die Frage, wer zuerst da war. 

Die war auch noch da.


Und ganz um die Ecke ihr persönliches Karussel.

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Für müde, einsame, nur virtuell vom Herzallerliebten begleitete Wandererinnen gibt es ganz am Ende, da wo auch die Brücke vom Anfang ist, die ich nicht genommen habe, eine Rast mitten über den Schienen ... 


Die Bank ist so hoch, dass ich bequem mit den Beinen baumeln konnte, ... 


... entweder waren es die baumelnden Beine oder mein Anblick, ...


... der die Mäuslein das Fürchten lehrte und sie rauschelnd das Weite suchen ließen. 

Am Eingang des Südgeländes steht dieser Spruch: 


Wahrscheinlich ist etwas anderes gemeint, aber es ist dennoch treffend ... 



Bestimmte Stellen sind zum Sprayen freigegeben. Es steht aber auch explizit da, dass Bäume und Pflanzen auch an den freigebenen Stellen davon ausgenommen sind.
So wie es dort roch, war vieles davon noch ganz frisch ...


Ich bin nun wieder zu Hause und der Herzallerliebste erholt sich wohl gerade schlafend auf seinem Sofa von dem anstrengenden Ausflug mit der vielen Lauferei.

Samstag, 11. Oktober 2014

Bei dem seit Stunden ...

... in den Blättern rauschenden Regen, könnte man glatt eine Blasenschwäche entwickeln ...


... oder die Fenster zu machen.

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Irgendwie sind so große Lappen ...

... recht unfotogen. 


Aber dafür ist das erste Teil ... der erste Teil erlegt. Knapp acht Knäuele sind darin verschwunden ... nicht direkt verschwunden ... eher metamorphiert. 
Aus den mir im Moment noch zur Verfügung stehenden Knäuelen kann ich jetzt noch ein Vorderteil basteln und vielleicht reicht der Rest dann noch für einen Ärmel. 


Ist eigentlich auch mal nett, eine Jacke so zu stricken, wie die Wollmenge gerade passt. 
Außerdem hätte ich dann schon mal einen Ärmel gestrickt. Mit Ärmeln verhält es sich nämlich wie mit dem Zweitsocken ... der zweite Ärmel dauert immer viel länger als der erste, ist total lästig und ich habe keine Lust mehr. 

Vielleicht reicht der Faden und die Zeit bis Nachschub kommt auch noch zum Zusammennähen, von dem was fertig ist. Könnte ich schon mal eine fast halbe Jacke tragen. Ist ja auch erst halbkalt draußen ...

Dienstag, 7. Oktober 2014

Einzug ...

... in die 


nahmen:


Am Freitag ...

... an dem Tag, an dem sich wieder alle einigt waren, waren wir, der Herzallerliebste und ich, uns einig und sind nach Klein Flottbek in den Loki Schmidt Garten gefahren.





Es waren sich auch noch viele andere einig, aber die Fülle hielt sich trotz des ganz wunderbaren Wetters in Grenzen und man bekam zwischendurch immer mal wieder ganz bequem ein Plätzchen auf einer einsamen, sonnigen Parkbark ...  sehr gemütlich.

Tief beeindruckt hat mich der Fund einer Libanon Eichel.



Nein, die Dinger werden nicht auf dem Tablett gereicht. Man muss sich schon selber bücken und ja, das Silbertablett war gerade aus ... 

Das Aussehen und vorallem der Größenunterschied zur 0815-Eichel ist schon enorm.


 Die Dinger sind richtig schwer. Bestimmt nicht lustig von einer, die vom Baum saust, getroffen zu werden.