Sonntag, 31. Juli 2016

Im Zeitungsladen ...

... kaufte ich ein Heft "Fahrradtouren in Berlin und Brandenburg", damit ich nicht immer selbst denken muss.
In dem Heft stand, dass man die Touren ganz bequem per Barcode aus dem Internet aufs smarte Phone herunterladen könnte und sogar die GPS-Daten verfügbar wären und man diese ganz einfach in eine Navigations-App laden könnte.
Oh! Super toll! Super praktisch!, dachte ich und lud und probierte und konnte nach zwei Versuchen, bei zwei der angegebenen Apps nur sagen: Fein! Ich habe laut Ausruf und wilden Blinken der Apps mindestens ein Apfeltelefon und drei Waschmaschinen gewonnen, aber das ist ganz und gar nicht das, was ich will. Es veranlasst mich eher sofort und umgehend alles wieder zu deinstallieren und den Ausflug "Old School" zu planen. Sprich man knipse den Plan:



... und die Wegbeschreibung ...



... und vertraue für den Rest der Intuition ... die wird mich schon in die Wildnis führen und für den Rest habe ich Google Maps. Zu Not gibt es GPS und man kann mich orten und wiederfinden (wenn man will).

So gut gerüstet machte ich mich heute Mittag auf den Weg. Ich ließ gleich am Anfang das eine oder andere aus, weil ich es schon kannte. Darum habe ich wahrscheinlich auch die FittnessApp, die meine Aktivitäten bewacht, erst ca. zwei Kilometer zu spät eingeschaltet, aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch. 
Den ersten Stopp, nach diversen Ampelstopps, die nicht zählen, sondern nur die durchschnittliche Geschwindigkeit per Stunde ruinieren, und einem Stopp, um die FitnessApp zu starten, war die Haltestelle des Fahrbärs erreicht.



Ich war schon oft an der Haltestelle vom Fährbär, bin aber noch nie mitgefahren. Lohnt sich im Grunde auch nicht. Denn wenn man gut spucken kann, kann man eigentlich zur anderen Seite spucken. Da aber weder ich noch die Fahrratte spucken können, mussten wir auf den Fährbär warten. Dauert aber nicht lange. Der Fährbär wechselt alle zwanzig Minuten die Seiten.



Kaum ist der Fährbär losgefahren, ist er auch schon da. Da das Ganze als BVG-Kurzstrecken läuft, ist es ganz lustig und für Mensch und Fahrratte erschwinglich. Es scheint sogar Menschen zugeben, die diese Verbindung im Dauerbetrieb nutzen ... Menschen, die schon auf der Fähre waren, als sie auf meiner Seite ankam und mich einsammelte, stiegen auf der für mich anderen Seite, also der aus der sie aus meiner Sicht gekommen waren, nicht aus, sondern fuhren ein weiteres Mal hinüber ... wahrscheinlich haben sie eine Monatskarte und machen das jeden Sonntag und fahren von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang oder bis sie jemand zum Essen ruft hin und her ... mir scheint, ich schweife ab ...

Nachdem ich den Fährbär verlassen hatte, musste ich mir den Europaradweg R1 suchen. Nach vielem Krisskross und zweimal über dieselbe verkehrsreiche Straße Gehetze ... das stand so im Plan und zu der Zeit war ich noch im Plan ... fand ich den R1 ...


Isser nicht schön? Sehr idyllisch, aber auch viele Scherben von zerschlagenen Bierflaschen. Das macht dem Berliner Radfahrer überall viel Freude ... 

... weil es jetzt schon ziemlich spät ist und es draußen regnet, beschließe ich die Beschreibung meines heutigen Ausfluges jetzt und fahre morgen fort ... Gute Nacht! 

1 Kommentar:

  1. Gut dass du das Apss weg gelassen hast und die liebe alte Landkarte dafür genommen. Ich bin mal gepsannt wie es weiter geht.. intressant mal so mit zu sehen bei dir.. schade überall liegen diese Scherben herum und auch ich bin immer froh wenn ich keinen kaputten Reifen habe. Bei mir hats gerade auch geregnet nahja heute blebe ich mal daheim*zwinker* ich wünsche dir noch eine gute Fahrt!
    Lieben Gruss Elke

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