Mittwoch, 28. September 2016

Ich habe Muskelkater ...

... und das ist gut und kam so:

Gestern beim Gruppensport bemängelte ich, als es zum dritten Mal nacheinander an die Geräte ging, dass mir die Geräte nicht bekommen. Nach den letzten beiden Dienstagen taten mir sämtlich Knochen und Gelenke weh. Nicht die Muskeln. Das wäre ja fein gewesen. Nee. richtig tief drin Knochen und immer. Auch in Ruhe. 

Die Therapeutin nahm sich das zu Herzen und mich auf die Matte und ich bekam am Rande Einzelsport. Das war sehr anstrengend ... wesentlich anstrengender als das Ziehen, Drücken und Heben von Gewichten an irgendwelchen komischen Geräten ... und schweißtreibend, aber am Ende ziemlich glücklich machend. Schon beim abschließenden gemeinsamen Dehnen mit der Gruppe merkte ich, dass ich viel beweglicher war, als nach den letzten beiden Malen. Da konnten meine Fingerspitzen meinen Fußspitzen nur von ganz weit weg Hallo sagen. Gestern konnten die Finger wieder ganz bequem in die großen Zehen kneifen. Ich hatte in der Tat viel mehr Länge und Beweglichkeit in der Wirbelsäule. Heute merke ich, dass ich doch irgendwo so etwas wie Bauchmuskeln haben muss. Denn was weh tut, muss auch irgendwo da sein, wo es weh tut. Mein Nacken tut auch weh, aber angenehm weh. Die Muskeln schmerzen. Nicht die Knochen. Der Muskelkater ist eine willkommene Abwechslung zu üblichen Ach und Au und Weh.

Heute Morgen habe ich schon die Gehstäbchen und mich um die Blöcke getragen. Das macht auch ziemlich glücklich und ist gut gegen Ach und Au und Weh. Ich bin diesen Monat nach längerer Pause tatsächlich mal wieder ziemlich regelmäßig ... zweimal die Woche auf jeden Fall ... gelaufen, habe immerhin 48 Kilometer erlaufen und stelle fest, dass es mir gut tut. Das ist an sich nichts Neues. Ich weiß das mir Laufen gut tut, aber das mir Laufen so gut tut, hatte ich vergessen.
Laufen hilft bei mir gegen fast alles. 

Laufen hilft gegen Depression. 
Laufen hilft gegen Angst. 
Laufen hilft gegen Kopfschmerzen und Migräne. 
Laufen hilft gegen Verspannungen. 
Laufen hilft gegen Stau im Kopf.
Wenn es nicht so dunkel wäre, würde Laufen nachts wahrscheinlich auch gegen nicht schlafen können helfen.
Laufen hilft nicht gegen Existenzängste und macht die Welt an sich nicht besser und schöner und man sieht unterwegs vieles, was man lieber nicht sehen wollen würde, aber irgendwas ist ja immer.  

Kommentare:

  1. Das ist ja was postitives und gut dass du das an gesagt hast und so fühlt sich es doch gleich besser an und grossartig dass du so viel Km laufen kannst. Ja es tut wahnsinnig gut sich zu bewegen geht mir auch so.
    Es nimmt nicht alles einen stimmt, die Umwelt gibt es trotzdem das negative doch erst mal sich auf Fordermann bringen das ist das wichtigste das andere kannst du nicht ändern zieht dihc uahc nur wieder runter.
    Weiter so liebe Pia!
    Lieben Gruss Elke


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  2. Super, das mit der Beweglichkeit. Ich mache ja täglich 25 Minuten Morgengymnastik für die Beweglichkeit, sonst könnte ich gar nichts mehr machen nach zwei Bandscheiben-OPs.
    Laufen ist gar nix für mich, also schnell laufen oder joggen, gar nix. Aber Spazieren gehen ist gut.
    Liebe Grüße!

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