Montag, 24. Oktober 2016

Ich weiß nicht mehr, ...

... welchen Wust an Papierkram man brauchte, als ich mich vor 24 Jahren das erste Mal traute und mich trauen ließ. Auf jeden Fall brauchte man keine Anwesenheitsbescheinigung. Damals reichte noch ein schlichter, gültiger Personalausweis und die Anwesenheit.
Inzwischen habe ich aufgehört mich zu ärgern und den Sinn und Zweck dieses Papieres ... weil wenn ich heirate, heirate ich nicht an dem Ort, also der Stadt, an dem ich die Anwesenheitsbescheiningung besorgen muss, bin also eigentlich gar nicht dort anwesend, wo man mir meine Anwesenheit bescheinigt, wenn ich heirate...ähm...ja, schwierig und unsinnig, sagt ich doch ... zu hinterfragen. Ich werde einfach irgendwann ganz viel meiner Lebenszeit opfern und mich in der zuständigen Meldestelle einfinden, eine Wartenummer ziehen, das tun, was die Nummer besagt, nämlich warten...ganz viel und ganz lange warten und dann nach vielen, vielen Stunden um zehn Euro ärmer mit einem hoffentlich hübschen Stück Papier nach Hause wanken.
Wenigstens habe ich Glück und in der Mittelstadt ... ich bin ein bisschen traurig, weil ich immer dachte, ich würde mal in eine Kleinstadt ziehen, aber leider musste ich feststellen, dass die Stadt dafür schon zu groß ist ... vor den Toren Hamburgs verfällt die Gültigkeit dieser Anwesenheitsbescheinigung nicht schon nach 14 Tagen. Hier in der so super hippen, multikulturellen, offenen, warmherzigen Hauptstadt hat das Ding nur eine Gültigkeit von 14 Tagen.
Desweiteren bin ich der Mittelstadt vor den Toren Hamburgs sehr dankbar dafür, dass sie meine vorhandene, beglaubigte Kopie der Anzeige meiner Geburt aus dem Standesamtsregister akzeptieren. Obwohl diese schon 24 Jahre alt ist. Nicht, dass sich in den letzten 24 Jahren etwas an den Umständen und Daten meiner Geburt geändert hätte, aber würde ich in Berlin heiraten, müsste ich auch diesen Wisch für viel Geld frisch besorgen. Ja, Berlins Kassen sind leer.

Bockig wie ich manchmal so bin, habe ich zwischendurch wegen dem ganzen Papierkram schon mal ganz gewaltig die Lust verloren und fand heiraten wollen ganz doof, aber das machte den Herzallerliebsten ganz traurig. Also habe ich mich gebessert und bin nicht mehr bockig. Heiraten hat nämlich auch den Vorteil, dass ich dann weniger Buchstaben tippen muss. Der Gatte ist deutlich kürzer als Der Herzallerliebste ...

... es gibt viele Gründe um zu heiraten. 

Kommentare:

  1. Oh wie aufregend, das Heiraten meine ich jetzt;-)! Schön, ich freue mich für dich!
    Liebe Grüsse
    Nadia

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  2. ahhh du mköchtest heiraten deinen Allerliebsten deswegen lass dich nicht entmutigen von diesem irrisnnigen Papier und-Vorschriften Wahn!
    Ja gibt sie natürlich genug Gründe. Ich heirate nicht, langt einmal für mich.
    Lieben Gruss Elke

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  3. Hallo liebe Pia, gerne kannst Du meinen Schatz fragen, er wird Dir bestimmt die richtige Auskunft geben, denn er war bis vor seiner Altersteilzeit, die jetzt im November ausläuft Standesbeamter mit Leib und Seele. Melde Dich bei uns und wir können bestimmt einige Fragen klären. Liebe Grüße sendet Dir Christiane.

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  4. Heiraten macht Stress? Nööööö ;-) hab mich auch mal (vor langer Zeit) übereden lassen, so nach der Devise....wer will uns denn noch... Hier? Ne, zack, die paar gebrauchten Unterlagen geschnappt und ab nach Dänemark auf eine Insel :-) Die sind locker, ging ganz fix mit der Anmelderei und schwupp nach 4 Tagen haben wir geheiratet.
    Perfekt, in einem kuschelig süßem Rathaus und anschließendem Urlaub Vorort.
    Und und... mehr Romantik ging nicht und WIR konnten genießen, zwinker.

    Grüßle zu dir umme Ecke
    Flo

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  5. Das ist ja mega nervig. Meine Hochzeit ist 30 Jahre her, ich habe keine Ahnung, was man damals an Papieren brauchte.
    Liebe Grüße und fleißiges Papieresammeln!

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  6. hmm, also ist dieser Irrsinn immer noch lebendig; naja, alles andere hätte mich auch schwer gewundert... Als wir uns vor 20 Jahren nach einem Übungsjahrzehnt dann doch zum Heiraten entschlossen hatten, waren wir beide noch im Besitz minderjähriger Kinder aus erster Ehe, was dieses Bürokratenungetüm noch zusätzlich begeistert hätte. Mit dem gesparten Verweigerungs-Geld und der gesparten Zeit machten wir lieber einen Urlaub in Florida klar und heirateten dort auf Key West, der Insel meiner fernöstlichen Sehnsüchte. Einzig notwendig waren unsere Pässe und die zuvor gesuchte zuständige "Personenstandsbeauftragte" des Countys, die uns von ihrer Villa quer über die Straße ins Rathaus schleppte, wo wir sofort für wenige Dollar die Lizenz zum Heiraten einzig aufgrund des Eides, dass keine Hindernisse dafür bestünden, erhielten. Aufgrund der barbarischen Hitze (welcher Idiot kommt schon auf die Idee,im JULI auf Key West zu heiraten?)fand bei Ricky im Garten unter Palmen dann die nette kleine Trau-Zeremonie statt. Nach einem ebenso netten kleinen Schwatz danach zogen wir wieder los, alles in allem eine Angelegenheit von ca. zwei Stunden, davon etwa 15 Minuten Amtliches. Nur zu gerne erinnern wir uns oft an das verbissene Gesicht der heimischen Standesbeamtin, die dann aufgrund der US-Papiere unsere Heiratsurkunde ausstellen musste...
    Ist sicher keine Option für Euch, aber es ist dann auch bald vergessen. Ich wünsche Dir/Euch für den Neustart alles, alles Gute und viel Glück zu zweit!
    Liebe Grüße
    Regina

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  7. oh die Pia will sich verehelichen...... dann mal alles Gute für euch zwei

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