Montag, 29. Februar 2016

Vor vierzehn Tagen ... Montagmorgen ... ganz ganz früh ...

… entdeckte ich auf einem Streifzug durchs Internet ein Angebot für eine Gleitsichtbrille der neuesten Generation innerhalb einer Gleitsichtstudie für 249,00 Euronen, inklusive Superentspiegelung, Hartschicht, Cleancoat und Brillenversicherung. Ganz schnell zuckte mein Finger auf dieses Angebot, zuckte dann aber wieder zurück, weil es in mir dachte: Kann ja nichts sein für den Preis.
Ungefähr eine halbe Stund eilte ich zu der Seite mit dem Angebot zurück und meldete mich zu dieser Studie an. Es kam umgehend eine Mail, in der man mir mitteilte, dass ich mitmachen darf …ich vermute mal, dass das jeder darf, der möchte… und dass man sich mit mir in Verbindung setzen wird. 

Gut. 
Eine halbe Stunde später las ich die Mail noch einmal und da las ich dann, dass ich mich, wenn ich ungeduldig bin …nein, so stand es da natürlich nicht, aber es kommt im Grunde auf dasselbe heraus…, könnte ich auch selbst unter der kostenlosen Rufnummer einen Termin beim Optiker vor Ort ausmachen.

Selbstverständlich bin ich ungeduldig und habe dort angerufen. Beim ersten Mal fiel ich wieder aus der Leitung. Das war auch gut, denn die Verbindung war sehr schlecht. Beim zweiten Mal war die Verbindung nicht ganz so schlecht und ich bekam einen Termin, sogar einen sehr zeitnahen … Mi. 17.02. 10:00 Uhr, der umgehend mit einer Mail bestätigt wurde. 

Gut. 
Während des Vormittags, als ich brav arbeitete, klingelte das Brettchen und eine freundliche Frau meldete sich, um mit mir einen Termin beim Optiker meiner Wahl auszumachen. Große Verwunderung auf beiden Seiten und die Einigung auf den bestehenden Termin und natürlich war das System schuld, weil es sich nicht aktualisiert hatte. Das Telefonat ließ mich mit leichter Verunsicherung zurück … wenn das mal gut geht. In diese Verunsicherung hinein sagte das Brettchen Ping und teilte mit, dass es eine neue Mail für mich hätte. In dieser Mail wurde mein Termin bestätigt. Sah fast genauso aus wie die erste Mail, aber nur fast. Dieses Mal war meine Name richtig und sogar großgeschrieben, wie man das bei uns so macht. Nächster Gedanke: Wird schon gut gehen.

Gestern war nun Mittwochmorgen und es gelang mir mich und meine Panik nach unzähligen Gängen zum Klo und mit einem ganz flauen Gefühl, Übelkeit und Herzrasen aus dem Haus zu zerren. Erst in den Bus und dann in die U-Bahn. Aus der U-Bahn wollte ich am liebsten nach der ersten Station aussteigen und zu Fuß gehen. Das habe ich aber ersatzlos gestrichen. Obwohl es gegangen wäre. Von dieser Station wäre es zu Fuß zwar wesentlich weiter gewesen, aber den Weg hätte ich gefunden. Als ich hingegen drei Stationen später ausstieg, wählte ich ersten den falschen Ausgang und entschied mich zweitens natürlich auch erst einmal dafür in die falsche Richtung zu gehen ... gnarf ..., aber das war kein Problem. Da ich mich und mein Talent mich selbst in einer Telefonzelle…gibt es überhaupt noch welche? ... zu verlaufen kenne, bin ich natürlich wie immer viel zu früh unterwegs gewesen.

Mit wehenden Haaren und ordentlich durchgefroren öffnete ich um zwei Minuten vor zehn die Ladentür und wurde mit Namen, Händedruck und der flinken Einweisung wie alles funktioniert, begrüßt. Zuerst durfte ich in den zugelassenen Brillengestellen wühlen und mir eine Brille aussuchen. Gar nicht so einfach, aber irgendwann konnte ich mich entscheiden.
Danach konnten der gute Mann, der mir zwischendurch auch noch Kaffee und Wasser anbot, und ich uns an den Sehtest und ans Vermessen machen. Der Sehtest ergab, dass eine neue Brille durchaus von Nöten ist, damit der lesende Blindenhund weniger zu knurren hat. Dafür ist meine Sehleistung mit 125% überdurchschnittlich. Jaja, ich wusste schon immer, dass ich das Gras nicht nur wachsen höre.

Die Vermessung für die richtige Einteilung/Einstellung der Gleitsicht wurde per Kamera, Spiegel und PC vorgenommen und war total spannend. Das Prinzip kannte ich nocht nicht. Ich durfte mir nachher sogar ansehen, wie das aussieht, was er da vermessen hat.

Wir waren beide ganz begeistert. Ich, weil ich das noch nicht kannte und mich das mehr überzeugt hat, auch wenn ich Kreuze in den Pupillen hatte, als irgendwelche Striche auf dem Brillenglas mit Lineal und Winkelmesser erstellt. Er wiederum war erneut begeistert, wie gut die Brille zu meinem Gesicht passt. Nicht nur, dass der obere Rand der Brille dem Schwung meiner Augenbrauen folgt, nein, die Farben des Gestell passt haargenau zu meiner Augenfarbe … wenn er meint. Aber ich will nicht mäkeln, sondern bin höchst zufrieden.
Der gute Mann hätte sich nicht mehr Mühe mit mir und meinen Augen geben können, wenn ich eine superteure Designerbrille mit noch teueren Markengläsern gekauft hätte und nicht das günstige Internetangebot.
Nun muss ich mich vierzehn Tage bis drei Wochen gedulden, was sehr schwierig ist, bis meine Brille fertig ist und ich sie beim Optiker abholen kann und sie angepasst wird.
Ich bin gespannt, ob die fertige Brille das hält, was sie verspricht. Hätte ich nicht noch zwei Extrawünsche gehabt, würde ich tatsächlich eine Gleitsichtbrille für 249,00 Euro bekommen. Da ich aber unbedingt ein Gestell mit flexiblen Gelenken an den Brillenbügeln und das genau dem Bogen meiner Augenbrauen folgt und eine Wassertropfen abweisende Beschichtung wollte, habe ich noch fünfzig Euro drauf gelegt.
Trotzdem ist das ein super Angebot von brillen.de. Ich musste noch nicht mal eine Anzahlung leisten, wie es sonst durchaus üblich ist. Die Rechnung kommt, wenn die Brille fertig ist und schon beim lokalen Optiker angekommen ist, per Mail und ich habe dann 14 Tage Zeit die Rechnung zu bezahlen.  

Ich habe gestrickt ...

... und der MickRich hilft mir bei der Präsentation ...



... denn so ein fertiges, an den Rändern zusammengerollte Rückenteil gibt nicht so wahnsinnig viel her, aber der Plüscheulerich reißt das wieder raus.

Vermutlich wird er sich den Pulli unter den Schnabel reißen ...


... zumindest klingt: "Du musst keine Ärmel stricken und den Rest raffe ich schon zusammen!", sehr nach unter den Schnabel reißen.

Montags ...

... in der

Schönfärberei




Dienstag, 23. Februar 2016

In der letzten Woche ...

... ist mir irgendwann aufgefallen, dass ich nur noch ein halbes Jahr die Erziehungsgewalt über mein Kind habe. Dann ist Schluss mit lustig. Dann ist er volljährig und ich habe ihm nichts mehr zu sagen.

Als ich ihm meine Erkenntnis näher brachte, erntete ich ein: "Ist noch mehr als ein halbes Jahr."
Gut, hat er recht. Ich bin auch immer der Meinung, dass alles ordentlich muss ... also es sind noch ungefähr ... ungefähr weil es ja ständig weniger wird ... sechs Monate und zwei Wochen bis mein Kind volljährig wird und sich meiner Erziehungsgewalt entzieht.

Heute Morgen um sechs sah meine Kind, wie es da so sass und auf sein Frühstück wartete, im Gegensatz zu sonst erschreckend wach aus. Als ich ihm diese Entdeckung kund tat, antwortete er: "Mir geht es aber gar nicht gut. Ich habe heute Nacht kaum geschlafen, Kopfweh, Halsweh und die Nase ist dicht. Irgendwie einfach krank."
Hhmmmm? Nicht schön, dachte es in mir. Was tun, dachte es weiter. Ich zog mich zum Durchwandeln weiterer Gedankengängen und zum Frühstück machen in die Küche zurück.
Kurze Zeit später stand ich wieder vor ihm und brachte ihm sowohl das Frühstück, wie auch meine Gedanken, in fraglicher Form, zu seinem Unwohlsein nahe: "Wie würdest du dich denn in dieser Situation in ungefähr einem halben Jahr und zwei Wochen entscheiden? Würdest du in die Schule gehen oder lieber zu Hause bleiben? Wir können ja schon mal üben?"
Das Kind schaute mich milde verblüfft an und erbat sich Bedenkzeit ... ging aber nicht in die Küche mir Frühstück machen ...
Die Bedenkzeit erbrachte, dass er heute zu Hause geblieben ist und tatsächlich für seine Verhältnisse relativ viel geschlafen hat.

Der große Mitbewohner, der Vater des Kindes, hatte dazu nur zu bemerken: "Aber du sitzt nicht den ganzen Tag vor dem PC."
Wollte ich auch erst zum Kind sagen, aber dann fiel mir auf, wie blöd das eigentlich ist. Denn mal ehrlich: Wo ist der Unterschied zwischen vor der Glotze hocken, wie wir das wohl fast alle tun, wenn wir nicht so krank sind, dass wir sowieso nur schlafen wollen, und vor dem PC hocken und Videos kucken? Ich sehe da keinen und darum habe ich dahingehend meinen Mund gehalten.

Die beiden männlichen Mitbewohner scheinen nicht wirklich von meinem "Wir-üben-volljährig-sein" überzeugt zu sein und keine große Lust darauf zu haben ... glaube ich zumindest von ihren Gesichtern und Verhalten abzulesen ... mir doch egal, ich finde es sehr vergnüglich.

Das aktuelle Strickkörbchen-Update

Besonders fleißig war ich in der vergangenen Woche nicht. Ich habe nur ein wenig am Pulli oder der Jacke gestrickt ...



Dieses Bild trifft es von der Farbe eher als das von der letzten Woche ...

Montag, 15. Februar 2016

Beschäftigungstherapie für die Nadeln


SoWo "Schiefer" aus der Schönfärberei mit Gundel für meine Füße und BabyAlpakaSilk von Drops in Seegrün, was aus meiner Sicht eigentlich ein BlauGrau ist ...



Das Maschenbild ist so krumpelig/ungleichmäßig, weil ich das schon einmal fertige Rückenteil geribbelt ... Unzufriedenheit dein Name ist Pia ... 

... ein Blick in die Vorschau sagt mir, dass ich stricktechnisch gerade besonders farbenfroh aufgelegt bin ...

M wie Montag ...

... in der 



Montag, 8. Februar 2016

M wie ...


... Meine!


Georgio ist endlich fertig. Es war eigentlich gar nicht so schwer die zweite Socke zu stricken.


Hat auch gar nicht so lange gedauert. Ich weiß gar nicht, warum die so lange im Strickkörbchen herumgammeln mussten.



Geworden sind es ganz unspektakuläre, stinknormale Socken, die zugegebener Zeit meine Füße wärmen werden.

Sockendaten:

  • Gr. Meine
  • Gewicht: 63g
  • SoWo "Georgio" aus der Schönfärberei
  • die eine Socke mit dem harmonischen Hölzern von Knit ro und die zweite mit den bunten Alunadeln von Addi je NS 2,5
  • Muster: Nee, ganz schlicht geradeaus

In die ...



gestürmt.

Montag, 1. Februar 2016

Die Spitzen ...


... vom ResteFest.

Es war mir tatsächlich ein Fest.


Und es hätte noch viel mehr Spaß gemacht, wenn am Ende nicht so viel aufzuräumen zu vernähen gewesen wäre.

Irgendwie sehen sie komisch aus. Wie immer wenn Socken am Schaft ein Rippemmuster haben.


Damit die Reste reichen, musste ich die Farbfolge ein wenig verschieben, aber das ist bei Restesocken sowieso wurscht. Außerdem muss zwar sonst immer alles ordentlich bei mir, aber bei Socken und ihrer Musterung bin ich sehr tolerant.
Ich mag sie gerne.

Sockendaten:

  • Gr. 44-45
  • Gewicht 79g
  • drei SoWoReste aus der Schönfärberei
  • gestrickt mit den bunten Nadelspiel von Addi NS 2,5
  • Muster: nö, einfach glatt rechts und alle 16 Reihen die Farbe gewechselt

Wääääääääärbung!

Frische Fäääääärbung in der