Mittwoch, 30. November 2016

Ein bisschen schade ist es schon, ...

... dass so ein blöder Autofahrer vor 36 Jahren das Motorrad übersehen hat, auf dem ich hinten drauf sass und mein linkes Bein geschrottet hat. 
Das rechte heile Bein finde ich nämlich sehr schön. Zwei von der Sorte, also ein adäquates linkes Bein, wären aber noch schöner. Wahrscheinlich gar nicht auszuhalten. 

Es ist immer wieder putzig ...

... wie verstört Männer und mancher Typ Frau reagieren, wenn man sich als Frau die Haare kurz schneiden lässt. 
Von ungläubig große Augen machen über beschämt auf den Boden kucken bis zu albernen Aussagen wie: "Sie sind wohl unter den Rasenmäher gekommen." ist alles drin. Einfach unglaublich wie klischeebehaftet die Haare von Frauen immer noch sind. 
Der grundgute und schon lange aus meinem Leben verabschiedete Exgatte hing dermaßen an der Länge meiner Haare, die ich schon zu dieser Zeit nicht langfristig gewährleisten konnte, dass ich ihm schon recht früh in unserer Beziehung gesagt habe, dass er, wenn lange Haare möchte, seine eigenen wachsen lassen muss. Das war sicher nicht ganz fair, weil es auf seinem Kopf, bis auf einen Haarkranz, schon mit dreißig recht blank war. Aber was kann ich dafür, dass er so wenig Haare hat? Genau! Nix.
Genau derselbe grundgute Exgatte musste in einem Jahr leider auf seinen Geburtstag verzichten. Der Tag fehlte in diesem Jahr im Kalender ... in seinem/unserem Kalender. Warum? Der Mann hatte mich mit der Wichtigkeit seines Geburtstages so genervt und mir einen wirklich tollen Job vermiest, dass ich den Tag beherzt und mit viel Inbrunst aus dem Kalender geschnitten habe. Konnte ich auch nix für.

Wie gut, dass ich jetzt hier sitze und schreibe. So werde meine Haare (das wäre gar nicht schlimm, denn es gibt jetzt keine mühevoll getrocknete und konstruierte Frisur mehr zu zerstören) und ich wenigstens nicht nass. Der Himmel hat beschlossen doch seine Pforten zu öffnen und schickt in der Tat ein paar sehr feuchte Schneeflocken zwischen den Regentropfen nach unten. 

So. Nun haben wir auch übers Wetter geplaudert. 

Zum Thema Wetter würde auch noch passen, dass bei mir heute Rocktag ist und an Rocktagen muss man Strumpfhosen tragen. Vorhin zerrte ich die neulich erworbene Winterstrumpfhose mit Thermodingensirgendwasluftpolstern aus dem Schrank. Ich vermute, dass sie bei meinem Exemplar die Thermodingensirgendwasluftpolster vergessen haben. Ich kann keine finden und es fühlt sich auch nicht so an, als wenn irgendwas wärmt oder polstert. Ich werde es gleich so machen wie das Nichtenkind, die ewige Rock- und Kleiderträgerin und eine zweite Strumpfhose drüber ziehen. Das ist eine ziemlich coole Idee von Nichtenkind und ist, wenn man untendrunter eine gemusterte Strumpfhose trägt, ziemlich spannend. Durch die blickdichte DarüberStrumpfhose erahnt man das Muster der UntendrunterStrumpfhose nur. Es hat sich schon manch einer gefragt: Sehe ich das wirklich oder werde ich jetzt wahnsinnig?   

Was ich mich dagegen immer frage: Warum müssen Strumpfhosen so unterschiedlich ausfallen?
Mal schlüpfe ich in eine 36/38 und alles ist fein. Sitzt wackelt und passt. Beim nächsten Mal sitzt die 36/38 wie ein Wurstdarm und presst und drückt mich unangenehm. Nein, ich habe nicht die Kompressionsstrumpfhosen gegriffen. Wähle ich von dieser Sorte Strumpfhosen die nächstgrößere Größe, habe ich dauert Falten um die Knie und den Bund kann ich mir bis unter die Achseln ziehen. Wenn ich nicht so nörgelig wäre, könnte ich dem bestimmt etwas abgewinnen. Schließlich könnte ich auf Teile der Damenoberbekleidung verzichten. Der Busen wird automatisch gewärmt und platt gedrückt ... eigentlich praktisch. Aber eben nur eigentlich.

Genug durch Leben geplaudert. Das Grau ist etwas heller geworden und das Nass von oben trockener. Nun raus mit mir an die HerbstWinterluft. 

Montag, 28. November 2016

Vermutlich sieht eine Elfe ...

... ganz anders aus als ich. Nichtsdestotrotz habe ich mir heute Morgen einen Pixie-Cut verpassen lassen. 
Er ist vielleicht ein wenig kürzer geraten als geplant, aber das Gestrüpp auf dem Kopf wächst ja wieder. In vierzehn Tagen sieht es bestimmt ganz wunderbar aus auf meinem Kopf.
Der Gatte in Spe, den ich vorher freundlicherweise gefragt habe, ob er mich auch mit kurzen Haaren heiratet (nicht dass ich nicht trotzdem gemacht hätte, was ich will, aber es wäre schade um den schönen bestellten Ehering gewesen, den wir am Samstag abholen können), sagt nach Betrachtung zweier Selfies...ich hasse Selfies... es sehe keck aus.
Das Mädel, das die Schere durch mein Haupthaar führte, meinte am Ende: "Echt cool! Du siehst jetzt so dominant aus." ... Dazu fiel mir nur ein mattes, leicht verwirrtes: "Äääh ... ? ... ja." ein. 

Wie dem auch sein. Es ist gut, wie es jetzt ist ... Mut zum Gesicht! 

Wie immer, wenn ich mir die Haare abschneiden lassen, habe ich natürlich wieder den Winter erwischt. Ich lasse mir wenn, wie es scheint, immer im Winter die Haare kurz schneiden. Naja, wenn ich nicht mit der Mode gehe, warum sollte ich mich dann mit meinen Haarschnitten der Jahreszeit anpassen. Und wozu gibt es Mützen? Ist doch praktisch, dass meine Kopfhaut gerade aufgehört hat zu jucken. Also her mit der Mütze. 

Was mich zu diesem Schritt veranlasst hat? Der Haarausfall. Mir sind in den letzte Monaten so viele Haare ausgefallen, dass es arg an Volumen auf dem Haupte fehlte. Einfach nur drei lange Haare auf dem Kopf ist nicht sehr schmückend. Außerdem gingen mir die Haarhaufen, die ständig irgendwo rumlagen auf den Wecker. Jetzt fallen mir sicher nicht weniger Haare aus, aber ich kann behaupten, es wären nicht meine. Kann sie dem Kind oder dem Gatten in Spe unterjubeln.
 

Angeblich soll ein Großteil der Haare, die einem während der Wechseljahre ausfallen wiederkommen. Sollten sie das tun, kann ich mir folgerichtig die Haare wieder wachsen lassen. Denn es ist zu vermuten, dass die neuen Haare nicht lang auf die Welt kommen und in die Lücken springen. 

Samstag, 26. November 2016

Ich habe beschlossen, ...

... mir dieses Jahr selbst etwas zu Weihnachten zu schenken. 

Ich will mir ein paar Bauchmuskeln schenken. 

Ich hatte noch nie welche und jetzt plötzlich habe ich das Gefühl, dass es ganz hübsch wäre ein paar mein Eigen zu nennen. 
Früher waren sie nicht von Nöten. Da war so wenig an meinem Bauch dran, dass nichts wellen und wabbern konnte. Dieser Umstand hat sich nun zu Zeiten meines Mittelalters aber deutlich verändert und darum denke ich, dass es ganz schön wäre, wenn etwas das Bauchwellfleisch stützt. Da das Entfetten wegen fehlender Disziplin nicht gelingt. 

Der Plan sieht vor abends nicht mehr dröge vor der Glotze zu sitzen, sondern die langweiligen Sendungen mit ein paar muskelfördernden Übungen aufzupeppen. Kann in jeder Hinsicht nur ein Gewinn sein und im Anschluss kann ich noch ein paar Maschen über die Nadeln jagen.

In vier Wochen sollte wenigstens ein Ansatz zu schaffen sein ... (der Sixpack bleibt weiterhin im Supermarkt)

Oh du Fröhliche ... 

Freitag, 25. November 2016

Hach! Wie gut, ...

... dass das Kind wieder vergessen hat nach dem Duschen das Fenster im Bad aufzumachen. Jetzt muss ich wenigstens nicht frieren beim Duschen.

... außerdem sollte ich mich langsam beeilen. 

Donnerstag, 24. November 2016

Ich finde es nett, ...

... dass sie mich Ende November noch einmal mit so vielen Blüten beschenkt. 

Danke sehr! 

... aber ich habe optimal ...

... alles vollgebröselt und großzügig Harz und Nadeln verteilt ... gnarf... *mit den schwarz verharzten Fingern am smarten Phone kleben bleib*

Den diesjährigen Weihnachtsstrauß, ...

... den ich für die Praxis gebastelt habe, kann man freundlich gesinnt als suboptimal bezeichnen. 🙈

Ich wollte unbedingt Kiefer. Jetzt habe ich Kiefer. Leider somit auch einen löchrigen, wackligen Weihnachtsstrauß und alle müssen damit leben ... ich höre jetzt auf mich deswegen zu grämen. So ist das Leben. 

Montag, 21. November 2016

Er baut mir ein Haus




Naja, nicht ganz. Es hat nur für ein Bett gereicht. Aber das hat er getan. Normalerweise bauen wir zusammen zusammen, aber wir hatten nur so einen passenden Inbusschlüssel.
Das Nach(t)tischchen, das ich durch eine schnelle Wir-fahren-dann-mal-los-und-kaufen-einen-Nach(t)tisch-Aktion auch noch bekommen habe, damit noch ein Möbel mehr herumsteht und auf mich wartet, haben wir zusammen zusammengebaut. Er durfte vor allem die bösen kleinen Nägel in die Rückwand und die Schubladenböden hauen. Ich mag nicht solchen Lärm machen.
Fertig sieht es da, wo ich gerade nicht bin, so aus:




Der Blick vom Bett, das gleichzeitig auch mein Sofa ist, gestaltet sich so:




Ich habe dem Gatten in Spe ein Durchgangsrecht auf den Balkon gewährt. Ein lebenslanges Durchgangsrecht. Schließlich muss er irgendwie die Blumen gießen. Jetzt natürlich nicht mehr, aber im nächsten Jahr dann wieder.
Ein bisschen Platz ist noch für mich und noch ein Stück Möbel, wenn ich dann irgendwann endgültig umziehe.

Es ist wirklich erstaunlich wie viel Geld man, in diesem speziellen Fall wir...der Gatte in Spe und ich in ziemlich kurzer Zeit umsetzen können. Am Freitag haben wir mich in dieser Hinsicht tief beeindruckt. 

Dafür ist die Hochzeit angemeldet ...


... und bezahlt. 
Die Trauringe, die wir eigentlich nicht wollten, aber der Gatte in Spe plötzlich doch unbedingt brauchte, sind ausgesucht, in Arbeit (ich freu mich ... die werden so schön) und bezahlt.
Ein Bett, eine Matratze, ein Nach(t)tisch und ein Regal (das war ein Schnäppchen, weil das Holz an einer Stelle, an der es kein Mensch sieht, einen Riss hat) haben in mein Zimmer gefunden. Zusammenbauen brauchten wir es auch nicht. Es stand dran: Zum Selbstabbau. Der Mann hat selbst abgebaut. Er klemmte sich das Teil im Ganzen unter den Arm und warf es in den Kofferraum. 
Zwei neue Hosen bedecken mein Hinterteil. Nein, ich trage sie nicht übereinander, sondern nacheinander. Mal die eine, mal die andere. Aber es mussten beide mit, weil beide passten und wer weiß wann das mal wieder vorkommt. 
Abends haben wir uns im Edenhall mit Bekannten eine Gans geteilt. Der Vogel war für sein Geld sehr lecker, aber seltsamerweise trotz seiner üppigen Füllung sehr platt. Aber irgendwie waren alle Gänse, die an diesem Abend durch den Laden getragen wurden (bevor sie die Gans zerteilen, tragen sie den Vogel im Ganzen an den Tisch, stellen ihn vor und fragen ob man gewillt ist mit dem krossen braunen Flattermann den Abend und bei zu großzügigem Genuss auch die Nacht zu verbringen) platt.
 
Am Ende das Tages waren wir auch platt, rund gefressen und blank. 



Mittwoch, 16. November 2016

Ist sie nicht schön?


Ich finde sie zum Niederknien, um ein gutes Bild machen zu können, schön.

Seit gestern haben wir eine neue Wohnungstür. Eine Sicherheitstür. War der Wunsch des großen Mitbewohners. Eins ist sicher - klauen wird uns die keiner, so schwer wie das Ding ist. Zu dritt haben sie sie gestern in den zweiten Stock geächzt und geflucht und unterwegs einmal Pause gemacht.
Drei Stunden haben sie sie (nur noch zu zweit) mit viel Lärm und Dreck (den haben sie selber weggemacht und mitgenommen) eingebaut. 
Jetzt fehlt nur noch der passende Zylinder zu unseren vorhandenen Ich-schließe-alle-Türen-der-Wohnanlage-auf-Schlüsseln. Der alte Zylinder war zu kurz. Bis der kommt, wohnt ein weiterer Schlüssel an meinem sowieso schon nicht so kleinen Schlüsselbund.
Irgendwann kommt noch der Maler und malt sie bunt. Darauf könnte ich gut verzichten. Mir würde ein wenig Lack reichen. Quasi Tür Natür. Aber muss ordentlich und zum Rest der Wohnungstüren passen. 
Ganz großer Mist ist der neue Türspion. Da ist jetzt so ein Weitwinkliger drin. Toll, dass ich in alle Ecken kucken kann, aber ich kann nicht mehr genau sehen, was die Nachbarin von gegenüber macht. Vorhin hat sie eindeutig unsere neue Tür inspiziert ... hat sich ganz vorsichtig ran geschlichen. Hab ich gesehen, aber nicht genau wie weit. 
Auf jeden Fall kommt nicht mehr ganz so viel Lärm aus dem Treppenhaus herein. Im Umkehrschluss kommt natürlich auch nicht mehr so viel Lärm (meist das erregte Geschrei des Kindes, wenn es mit irgendwo anders zu Hause sitzenden Kumpels irgendwelche Onlinespiele spielt) von uns ins Treppenhaus.
Wenn sich der große Mitbewohner nun noch dazu durchringen könnte, die von ihm gewünschte Sicherheitstür abzuschließen, könnte sie ihren Zweck erfüllen. 

Bei Sicherheitstür fällt mir dir Kellertür meines ehemaligen Elternhauses ein. Dort hatten wir im Keller auch eine Sicherheitstür, die das Drinnen von Draußen trennte ... die vom Keller in den Garten führte. Das war eine graue Metalltür aus dem Jahre 1967 (da wurde das Haus gebaut und ich war gerade drei Jahre alt) mit einem hochsicheren großen, stabilen (braucht so eine Tür und diese im besonderen) Bartschlüssel. Nichts Sicherheitsschloss, nein, ein simpler Bartschlüssel. Der Sicherheitseffekt dieser Tür lag ganz woanders. Man musste beim Aufschließen sein Gesäß mit ganz viel Schwung an eine ganz bestimmte Stelle unterhalb des Schlosses rumsen lassen. Dann ließ sich der Schlüssel drehen und die Tür öffnen. PoRums und SchlüsselDrehen mussten aber absolut zeitgleich erfolgen. Sonst ging gar nichts. In all den Jahren haben wir eine ganz schöne Delle in die Metalltür gerumst. Das Abschließen der Tür war nicht minder schwierig. Allerdings brauchte es dafür keinen Rums sondern einen guten Zug am Leibe. Nur wenn man kräftig und mit viel Schwung zog und im gleichen Moment den Schlüssel im Schloss drehte, konnte man abschließen. 
Vor vielen Jahren haben meine Eltern die Delle mit dem Haus und der Sicherheitstür verkauft. Wirklich fehlen tut sie mir nicht. 

Sonntag, 13. November 2016

Würde mal jemand das Fenster ...

... putzen, könnte der Herbst noch viel freundlicher hereinblicken.



Zum Glück bin ich genügsam und zufrieden mit dem was ich habe ... 

Ich habe Migräne.

Das allein ist schon ziemlich blöd. 

Ich muss aber auch immer ganz viel unnützes und unmögliches Zeug denken. Heute stellte sich mir in meinem schmerzgeplagten Kopf die Frage: Hat Migräne etwas mit Migranten zu tun?

Ja, ich weiß, politisch nicht korrekt, aber auch darauf (auf mich nämlich auch nicht) nehmen meine migränegeplagten, wirren Gedanken keine Rücksicht und irgendwie macht mich die Vorstellung, dass meine Migräne einen Migrationshintergrund hat ein bisschen fröhlicher ...  

Mittwoch, 9. November 2016

Unglaublich!

Sie haben es tatsächlich getan. Sie haben ihn gewählt, aber wie heißt es so schön:

Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. 

Gerade im negativsten Sinne. Armes Amerika. Was für ein angst machender Rückschritt. 

Hoffentlich sind wir bei der nächsten Wahl schlauer und hecheln nicht dem großen Bruder hinterher.  

Dienstag, 8. November 2016

Die könnten sich etwas mehr Mühe ...

... geben und die Kürbiskerne fester an die Laugenbrezel kleben ...

... oder einem gleich eine Brezel und eine Tüte Vogelfutter verkaufen. Dann aber zum halben Preis. 

Freitag, 4. November 2016

Liebeserklärung

Ich habe lange gebraucht, bis ich dich gefunden habe ... du scheinst aus der Mode gekommen zu sein.

Ich fand zwanzig Euro für dich ziemlich viel ... denn so groß ist du nicht. 

Aber du machst das, was du sollst und das sehr gut.

Du hälst meinen Rock dort, wo er sein soll. Du hinderst ihn daran an meinen Strumpfhosen hoch zu klettern und sich zwischen meinen Beinen zu verkriechen. 

Dafür liebe ich dich, mein kleiner schwarzer Unterrock.