Donnerstag, 29. Dezember 2016

Typisch wir

Ursprünglich wollten wir heute nach Flensburg fahren. Dort ein wenig Rrum kucken und dann kurz über die Grenze nach Dänemark huschen und einen Hot Dog essen ... besser zwei, für jeden einen. Ziemlich sinnfrei die Aktion, aber ein netter Wir-haben-Urlaub-Zwischen-den-Jahren-Zeitvertreib.

Als ich heute Nacht um fünf in meinem ruhigen Bett lag, dachte es in mir, dass ich nicht wirklich Lust habe zweimal zwei Stunden im Auto zu sitzen. Je länger ich wach lag und nicht schlafen konnte, um so weniger Lust hatte von A nach F zu fahren. Um sieben zog es mich dann immer noch wach und inzwischen kalt geworden wieder ins gemeinsame laute Bett. Dort flüsterte ich dem Herzallerliebsten ins Ohr, das er noch ein bisschen länger schlafen muss, weil er nicht nach Flensburg darf, weil ich nicht will und das er als Alternativangebot zwischen Museumsbesuch, Alsterumrundung zu Fuß und Besuch des Tropenaquariums wählen könne. Alternativ dürfe er auch eigene Vorschläge einbringen (da er um diese Zeit noch nicht mal seinen Namen weiß, konnte ich sicher sein, dass nichts kommt und diese großzügige Möglichkeit unbesorgt einräumen).
Wir entschieden uns fürs Tropenaquarium und fürs Auto als Transportmittel. Die Anfahrt war super. Die Stadt oder zumindest die Teile, die wir durchqueren mussten, waren leer, aber vor Hagenbecks entdecken wir, Gott sei Dank noch vor der Suche nach einem Parkplatz, ein großes schreckliches wildes Tier ... eine sehr, sehr lange, sich bis zur Fahrbahn windende Warteschlage. Da wir beide nicht nicht wirklich Fans von großen Menschenhaufen sind, bekam der Automotor die Sporen und wir machten uns auf den Rückweg. Die Stadt war zum Glück immer noch leer.
Unterwegs überkam mich die wunderbare Idee, dass wir auf dem Heimweg beim Museumsdorf Volksdorf vorbeischauen könnten. "Fein.", sagte der Herzallerliebste. Das taten wir dann auch. Wir schauten vorbei, hätten sogar trotz der vielen Menschen vor dem Himmel einen Parkplatz gehabt, aber irgendetwas war dann doch wieder nicht so, wie es vielleicht sein könnte und wir fuhren weiter nach Hause. 
Auf dem restlichen Weg suchten wir noch einen Drogeriemarkt und einen Aldimarkt erfolgreich heim. Beim Dänischen Bettenlager und Getränkemarkt war es mit dem Erfolg schon wieder vorbei und deren Kassen gingen leer aus. 

Jetzt sitzen wir erfolgreich auf dem Sofa, trinken Kaffeeblütentee, essen Dattelkuchen und überlegen uns neue Abenteuer, die wir dann doch wieder nicht bestehen.
So in etwa verlaufen ganz viele der Dinge, die wir gemeinsam machen und das auch schon so lange wie wir uns kennen ... in achtundzwanzig Jahren kommt ganz schön was zusammen an bunten, lustigen Erinnerungen, bei denen sich andere schon beim Erleben ganz furchtbar gestritten hätten. 

Eigentlich ist es ganz unglaublich, dass für unsere Hochzeit, bis auf die Klamotten, alles schon erfolgreich geregelt ist. Sogar der von mir gewünschte Panoramablick von ganz oben (wenn es nichts höheres gibt, zählt dritter Stock auch als ganz oben) während unserer Flittertage auf die Ostsee. Ich kriege den Blick, der Gatte in Spe den Dampf vom Rasenden Roland auf Rügen.

... ich muss jetzt schließen. Die Qualität meiner Hüfte als Kissen fürs Köpfchen des Herzallerliebsten zum Fernsehschlafen während der Skisprungquali sind gefragt ... er schnarcht schon ganz fordernd einladend ...

Noch hat er gut lachen, ...

... der Puzzleman. 

Es ist mir nämlich noch nicht gelungen, ihn wieder in einen Würfel zu verwandeln. 

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Piff!

Da sagt der doch einfach kopfschüttelnd zu mir: 
"Was dir manchmal so einfällt!" und nur weil ich gerade eben auf der Straße im Sonnenschein "Itzy bitzy Honululu Strandbikini" gesungen habe ... 

Weil es mir gerade auffiel:

Heute vor neun Jahren stellte ich mitten in der dicksten Depression das Rauchen ein.

Was nicht alles geht und wie deutlich überbewertet Rauchen war und ist.

Sonntag, 25. Dezember 2016

Weihnachtsbrösel

Fast wäre ich gestern beim Knacken der Walnüsse für den Salat doch noch in Weihnachtsstress geraten. Die blöden Nüsse wollten partout nicht aus ihren Schalen. Erst gaben sie nicht nach und dann doch, aber dann war das Ganze eine Häufchen Nussschrott und ich musste mühsam die Nussteile aus den Schalen sammeln. Gut, nicht so schlimm. Ich wollte die Nüsse sowieso hacken, aber eben mühsam. Außerdem gab es auch noch die andere Variante - Nussschale geht halbwegs vernünftig auf, Nuss kommt aber nicht raus, sondern möchte mit der Messerspitze herausoperiert werden. Auch mühsam und beides zeitaufwendig und ich war noch nicht gerüscht und gerafft ... darum habe ich die heruntergefallenen Nussbrösel mit der dicken Wollsocke unter den Schrank geschoben ... hach! Ein Anflug von Weihnachtsstress.

Ansonsten war der Heiligabend, nachdem ich mich bei meiner Mutter das eine oder andere Mal in tief Durchatmen geübt und mich mit einem innerlichen Oooooohmmmmmmm in ruhige Schwingung gebracht habe, ruhig und friedlich. So ruhig und friedlich, dass ich jetzt sogar wieder hübsche Füße mit kurzen Nägeln habe. Hatte schließlich die Hände frei, weil ich nicht mehr Weihnachtssocke stricken musste und mit irgendwas muss man sich beschäftigen. An den Füßen puhlen und rosa Mädchensekt trinken ist toll. Ein feiner Heiligabend! 
... ein bisschen langweilig war mir schon. Wollte keiner so richtig mit mir spielen ... 

Genug gebröselt. Ab unter die Dusche. Vielleicht fällt mir dort auch ein, was ich in meine Tasche packe, bevor mich der Herzallerliebste abholt ... ich packe in meinen Tasche ein bis zwei Socken. Ich packe in meine Tasche ein bis zwei Socken und einen MickRich. Ich packe in meine Tasche ein bis zwei Socken, einen MickRich und vier Fläschchen Nagellack. Ich packe in meine Tasche ein bis zwei Socken, einen MickRich, vier Nagellackfläschchen und ... und ... und ... ? ... Rest hab ich nicht vergessen, Rest weiß ich noch nicht.

Schöne Weihnachten weiterhin! 

Samstag, 24. Dezember 2016

Fröhliche Weihnachten!

Das könnte, nachdem ich vorhin im Supermarkt meines Vertrauens den Fleisch- und Wurstwarenfachverkäufer mit dem chicen Weihnachtshut der Marke "Ich habe eine Filzbrathuhn auf dem Kopf, ich bin ein Metzger" getroffen habe, tatsächlich gelingen. Er hat mir ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert.
Ich muss nur noch das Weihnachtsmittagsessen bei und mit meiner Mutter halbwegs gelassen (es wird das übliche Genörgel: das kann ich nicht essen ... warum hast du nicht? ... ich will aber ... nee, das ist nicht gut ..., kommen, obwohl ich vorher genau mit ihr besprochen habe, was sie will und wie sie will ... was ich will oder wir wollen, ist sowieso uninteressant) überstehen. Dann steht Fröhlichen Weihnachten nichts mehr im Weg. 


Morgen Mittag dann irgendwann, je nachdem wie lange der Mann an seinem Frühstück rumbröselt, holt mich der Gatte in Spe ab und wir fahren in die Mittelstadt vor den Toren Hamburgs. Dort setzen wir uns unter den nicht vorhandenen Weihnachtsbaum und lassen Weihnachten Weihnachten sein. Ich muss auch nicht mehr nett und freundlich sein, was der Herzallerliebste sowieso hasst wie die Pest, weil ich mein Weihnachtsgeschenk schon eingesackt und installiert habe. Mir bringt jetzt immer ein schrecklich aufgeregter Welpe meine Post und wartet brav, bis ich sie ihm abnehme.





Falls es mit dem Abnehmen mal zu lange dauert, weiß er sich zu beschäftigen ... in diesem Sinne: 



Freitag, 23. Dezember 2016

Morgendliches Vorweihnachtsgeplapper

Das nicht mehr kleine Kind ist heute Morgen um fünf aufgestanden und hat um zehn vor sechs das Haus verlassen, um mit einem Kumpel den neuen Star Wars Film zu kucken. Als Belohnung fürs frühe Aufstehen haben sie sich die oberen Plätze gegönnt ... achtzehn Euro die Karte. Viel Spaß den beiden!

Ich bin seit halb fünf wach. Aus nicht näher bekannten Gründen konnte ich mal wieder nicht schlafen. Um zwei tat sich nach nur zwei Stunden Schlaf das erste große Loch von einer Stunde auf. Da wurde ich wach und als ich gerade wieder einschlafen wollte, gab es draußen einen lauten, wirklich heftigen Knall. Da lag ich dann erst einmal eine Weile in meinem Bett und wartete, was passiert. Nachdem klar war, dass sich keine Polizei und keine Feuerwehr in Bewegung gesetzt hat, ließ sich vermuten, das es ein doofer Böller gewesen seien muss. Hoffentlich gibt es davon nicht so viele. Das klang nach einer richtig heftigen Explosion. Dagegen waren die Zünder der Bombe von neulich eine zarte Verpuffung. 


Nachher starte ich in den letzten Arbeitstag für dieses Jahr. Das ist sehr schön. Um mich rum sind sowieso schon alle im Urlaubsmodus. Der Arbeitstag gestaltet sich zwar leider anders als geplant, da sich die Chefin gestern krank gemeldet hat, aber auch das wird erledigt. 

Das Weihnachtssockenpaar, übrigens das einzige in diesem Jahr, wird heute Abend ohne Stress und Hektik fertig. Ich sagte doch - es läuft. Ist aber auch nicht ganz so schwer. Es handelt sich um sechsfach Sockenwolle. Da geht selbst ein großer Socken ein bisschen schneller. Obwohl ich die Geschwindigkeit, mit der diese Socken entstehen, schon schwindelerregend finde. Hatte ich lange nicht mehr. 

Gestern überkam mich das gesteigerte Bedürfnis nach einem Lebkuchen oder ein paar Zimtsternen. Zimtsterne hatte ich dieses Jahr schon, aber der Lebkuchen wäre der erste gewesen. Tja, aber die Welt ist schlecht. Ich soll dieses Jahr keinen Lebkuchen und keinen Zimtstern mehr bekommen. Alle schon verkauft. Wer zu spät Appetit bekommt, wird bestraft. Nee, so schlimm ist es nicht. Es ist nur ein bisschen schade, aber andererseits macht mich das, was ich nicht esse, nicht noch runder. Außerdem gibt es genug anderen Kram zum Rund werden. 

Genug geplaudert. Die Dusche, die aufzuhängende Wäsche und die Arbeit rufen nach mir.  

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Vielleicht bringen Weihnachtslieder ...

... bei der Arbeit einen Hauch von Weihnachtsstimmung. 🎄

Oder ich backe mir einen 🎅, den habe ich dann zum Fressen gern.  

Mittwoch, 21. Dezember 2016

Sonntag, 18. Dezember 2016

Fies, gemein und ungerecht!

Immer muss ich die Karten schreiben. Angeblich hätte ich die bessere Schrift ... wird vom Mann an meiner Seite behauptet.

Immerhin wurde ich heute mit einem Glas rosa (ich steh sonst überhaupt nicht auf Mädchenfarben) Sekt motiviert ... 



So wirklich in Weinhachtsstimmung bin ich immer noch nicht ... ja, der Schreibfehler ist so wunderbar, dass er bleibt ... 

Freitag, 16. Dezember 2016

Also ... die Orchidee ...

... steht zwar über der Heizung, aber die Heizung ist nicht an. (Wir erwärmen uns durch Arbeit ... 🙈
Sie hat auch keine nassen Füße. Das "Granulat" sieht in der Tat nur so dunkel aus auf dem Bild. Außerdem besitzt sie in einen chicen Orchideetopfdingens, in dem sie, falls es doch mal zu feucht wird, mit dem Orchideenpopo über dem Wasser steht. 
Sie wurde auch mit einem Orchideenelixier, auf welches die anderen Orchidee total abfahren und blühen wie die Weltmeister, besprüht. Sie steht anscheinend nicht darauf. Sie steht wahrscheinlich auf oben ohne. Darum dieser Striptease ... 

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Mal Wasserschaden sehen wollen?

Haben die Patienten wenigstens wieder etwas zu kucken, wenn sie faul auf dem Rücken rumliegen. 

Gegen an stinken

Dieses Mal stinkt der trocknende Wasserschaden. Die davor rochen einfach nur muffig feucht. Dieser stinkt, weil es kein Wasserrohrbruch, also Frischwasser war, das durchsickerte, sondern man oben vergessen hatte den Abflussschlauch der Waschmaschine ins Waschbecken zu hängen ... wenig schöner Stink. 

Die Arme ...

... hat ein ganz schlechtes Verhältnis zu ihren Blüten. 
Hat(te) ganz viele, aber wirft sie lieber geschlossen ab, bzw. durch die Gegend, statt sie erblühen zu lassen. 
Alle therapeutischen Gespräche...ähm...Bemühungen, waren bisher vergebens. 

Nörgeligen Tag erwischt, ...

... aber auch an unnörgeligen Tagen erschließt sich mir der Sinn, warum man einen Lappen nach dem Benutzen, statt ihn auszuspülen, lieber mit allen Krümmeln und sonstigem Dreck auf die Spüle knallt und liegen lässt, nicht ...

...nöpf ... nörgel ... nörgs ... das ist eklig, unhygienisch und unpraktisch! So. 

Mittwoch, 14. Dezember 2016

Was waren das für schöne Zeiten, ...

... als mir das Trüb-und-Grauslig-Wetter bis Januar nichts anhaben konnte, sondern mir gelinde gesagt am Popo vorbeiging.  
Vielleicht liegt es am zugenommenen Umfang des Popos (kommt man nicht mehr so leicht dran vorbei), dass es nicht mehr so ist und mir das Trüb-und-Grauslig-Wetter schon seit Oktober ganz furchtbar aufs Gemüt schlägt.
Vielleicht schlägt mir auch gar nicht das Wetter aufs Gemüt und macht das Leben arg beschwerlich, sondern es ist das Leben selber. Das wäre aber ganz fies und gemein, weil das Leben eigentlich gerade fast gar keinen Grund hat.

Ach Mist! Es drückt heute wieder gar sehr ... wer auch immer dafür verantwortlich ist. 

Montag, 12. Dezember 2016

Weiter mit der manchmal anderen Woche

Der Mittwoch begann mit ein paar unspannenden Telefonaten und gipfelte am Mittag in der Erkenntnis, dass ich seit Oktober kein Kindergeld mehr bekomme und das erst im Dezember entdecke. 
Ja, ich wartete diesen Monat auf das Kindergeld. Schaute seit dem 4. jeden Tag auf mein Konto und nichts tat sich. Komisch. Seltsam. Ungewöhnlich. Irgendwann kam ich dann mal auf die Idee, das es vielleicht daran liegen könnte, dass mein Kind im September achtzehn geworden ist und mich deshalb kein Kindergeld mehr erreicht. 
Ein weiterer, tieferer Blick auf mein Konto zeigte, dass ich tatsächlich im September das letzte Mal Kindergeld bekommen hatte. Ich hätte Stein und Bein geschworen in den letzten beiden Monaten den Kindergeldbetrag auf meinem Konto gesehen zu haben ... naja, da war wohl der Wunsch oder die Gewohnheit Mutter des Nichtgesehenens. 
Macht ja nichts. Kann man sich drum kümmern und dann läuft das schon wieder. Zum Kümmern braucht man aber eine Kindergeldnummer. Zum wiederholten Male in den letzten achtzehn Jahre traf mich die Erkenntnis, dass ich nie einen Kindergeldbescheid bekommen habe. Kindergeld schon, aber den Bescheid darüber nicht. Warum? Keine Ahnung. Außer manchmal, wie eben letzten Mittwoch, hat er mir auch nicht gefehlt. Aber hey, kein Problem. Auf den Kontoauszügen steht die doofe Nummer drauf. Kontoauszug rausgekramt (vorher kramte ich nur online in meinem Konto. Wenn ich telefoniere, habe ich aber lieber ganz altmodisch ein Stück Papier in der Hand und vor den Augen) und dann die hurtig die Nummer der Kindergeldkasse gewählt. 
Chic! Nur eine Automatenstimme ... "Wenn Sie dies und das wollen, drücken Sie die blablabla. Wenn dies und jenes wollen, drücken Sie die blabla. Wenn Sie doch etwas anderes wollen, drücken Sie die blablabla. ..." 
Fein. Ich wusste nicht so recht, was ich will. Was ich will schon, aber nicht unter welcher Nummer ich das bekommen. Nachdem die Automatenstimme mir ihre Auswahlmöglichkeiten ein drittes Mal, wie mir schien schon ein wenig gereizt, runtergebetet hatte, entschied ich mich beherzt für eine Möglichkeit. 
Dort wurde ich gebeten: "Geben Sie bitte die letzten Zahlen Ihrer Kindergeldnummer ein.". Oh, prima! Das war der Moment, in dem ich mich für geordneten Rückzug entschied und erst einmal das Internet befragte, welche von den vielen Zahlen auf meinem Kontoauszug die Kindergeldnummer ist. Mit dieser Information gestärkt, wählte ich erneut die Nummer der Kindergeldkasse, stellte mich der Automatenstimme und wählte ganz keck eine andere Zahl aus. Gute Wahl! Plötzlich hatte ich am anderen Ende eine wirklich nette Frau, die mir, nachdem wir geklärt hatten, wer ich bin, warum ich bin, wo ich wohne und das ich vor fünf Jahren vergessen hatte denen unsere neue Adresse zu geben, versicherte, das sie mir einen Antrag für die Weiterzahlung des Kindergeldes, welchen ich, wenn ich nicht vergessen hätte Bescheid zu sagen, dass wir umgezogen sind, automatisch zwei Monate vor dem einschneiden Ereignis der Volljährigkeit meines Kindes Post von der Familienkasse bekommen hätte, zu schickt und ich selbstverständlich rückwirkend das Geld bekomme. Fein. Alles gut. Knapp zwei Stunden Lebens Zeit im Eimer.

Der Donnerstag startete mit akuter Unlust in die Praxis zu gehen. Das ist eigentlich nicht ungewöhnliches. Sei aber trotzdem erwähnt. 

In der Praxis puschelte ich hier und da und begab ich mich schließlich in den Behandlungsraum, um dort zu puscheln und machte für eine bessere Sicht sogar das Licht an. Irgendwann, während ich den Staubsauger durch den Raum schob, dachte: Was ist denn das? Das sieht so nass aus. 
Das sah nicht nur nass aus. Das war nass. Zwei der Teppichfliesen waren, bis auf die äußersten Ränder, klatschnass. Das konnte eigentlich nur das eine bedeuten, aber zu manchen Erkenntnissen hat man einfach keine Lust und dann dauert es bis man es realisiert. Ja, genau. Wir haben mal wieder einen Wasserschaden. Wasser von oben durch die Decke. Der letzte war erst ein Jahr her und die Schäden sind Ende September gerade durch den Maler für viel Geld behoben worden. Nörgs! Die erste Reaktion war: Hab ich nicht gesehen. Einfach Licht aus, Tür zu. Soll sich die Schwesterchefin selbst drum kümmern. Habe ich natürlich nicht gemacht, sondern erst einmal die Hausverwaltung angerufen und denen Bescheid gesagt. Dann den Klempner, der mir gesagt hat, dass einer seiner Männer Vorort ist und er dem Bescheid sagt, damit der sich das ankuckt. Das war praktisch, weil ich mir so wenigstens den Weg nach oben sparen konnte, um denen zu sagen, dass sie uns bitte, danke kein Wasser mehr auf den Kopf kippen sollen. Blieb noch der Schwesterchefin Bescheid sagen und aufräumen und putzen und den Arbeitstag mit knapp zwei Überstunden beenden. 

Der Freitag war, bis auf den alljährlich einmal vorkommenden Umstand der abendlichen, betrieblichen Weihnachtsfeier, total langweilig. Machte aber nichts. War auch okay. Die Weihnachtsfeier auch ... wenn ich davon absehe, dass ich eventuell ein Sushiröllchen zu viel gegessen habe. Aber wirklich nur ein einziges ... 
Bis Samstagnachmittag füllte ich mich selbst wie ein Sushiröllchen und mochte und brauchte nichts essen. Die Waage fragte mich morgens auch leicht verwirrt: "Welchen Walfisch hast du denn gegessen?"

Sonntag, 11. Dezember 2016

Mission impossible

Vernunftbegabte Menschen verbringen ihre Zeit bei dem heutigen Wetter zusammengerollt auf dem Sofa und schauen in die Glotze.
Ich hingegen quetsche mich mit dicker Strickjacke in meine Regenjacke, stapfe in den Keller, beatme die Reifen der Fahrratte, schleppe diese aus dem Keller, schwinge mich so elegant wie es die Verkleidung erlaubt, auf ihren Sattel und radle durch Sturm und Regen zu dem Weihnachtsmarkt, auf dem ich vor vierzehn Tagen schon einmal war.
Dreimal hätten mich seitliche Sturmböen fast mit der Fahrratte umkippen lassen, aber irgendwie haben wir es geschafft uns aufrecht zu halten. Gefährlich, gefährlich und alles nur, weil ich mich vor vierzehn Tagen nicht entscheiden konnte, aber den blöden Hüftschmeichler erstens nicht aus dem Kopf  und zweitens nicht im Internet bekam. Also muss ich das Drahtross satteln und noch einmal hinreiten.
Ja, ich hätte auch zu Fuß gehen können, aber das hätte bedeutet gut fünfzig Minuten (fünfzig Minuten aber nur bei angewandtem Sturm-kurz vor dem Rennen-schritt) durch das grässliche Wetter stapfen zu müssen. Das wäre mir zu viel gewesen.
Ja, ich hätte auch Bus fahren können, aber ich hätte erst zur Bushaltestellen laufen müssen, dort warten, mich in einen vollen Bus stopfen und dafür auch noch bezahlen. Eindeutig "Ach nö!"
Ja, ich hätte auch das Auto benutzen können, aber erstens benutze ich das Auto nur Samstags, wenn ich mit meiner Mutter einkaufen fahre und zweitens hätte ich keinen Parkplatz gefunden.
Schwierig, schwierig das alles ...

Allen Widrigkeiten zum Trost hatte ich Glück. Erstens weil ich gut hingekommen bin. Zweitens weil der Stand trotz des Wetters da war. Drittens weil ich den letzten grünen Hüftschmeichler erstanden habe. Hier ist das Objekt meiner Begierde:


Ja, ich habe einen Knall und keine Vernunftbegabung!
Sonst würde ich bestimmt nicht wegen einem Stück Wollstoff mit vier Abnähern im Rückteil und zwei Klettbändern solch einen Aufwand betreiben.


Aber damit sich der Aufwand wenigstens gelohnt hat, habe ich mir noch einen alten versilberten Teelöffelstiel ... vielleicht war es auch eine Kuchengabel geleistet.



Passt auch auf dem rechten StinkeMittelfinger ... 

Freitag, 9. Dezember 2016

Manche Wochen ...

... sind anders als andere Wochen. Diese Woche zum Beispiel. 

Der Montag begann müde, aber nach dem Hellwerden gab es einen schönen Blick auf die von leichtem Schneefall kristallisierte Welt. 



Gegen 14:00 Uhr kam mein neues Spielzeug und ich musste den kleinen Lenno erst einmal aufwärmen und dann einrichten. Jedenfalls halbwegs und musste mir überlegen, ob es wirklich eine gute Entscheidung war, ihn anzuschaffen. War es. Ich mag ihn gern. Lenno ist ein 11" Lenovo Yoga in silber. Sehr edel. Endlich habe ich ein wirklich leichten Teil zum Mitnehmen, das alles kann, was der große Bruder auch kann. Wie zum Beispiel bloggen 😁. 
Am Nachmittag kam der große Mitbewohner noch mit der Botschaft, dass sie gegenüber auf der Baustelle eine Fliegerbombe gefunden hätten, nach Hause.

Der Dienstag brachte Blitzeis am Morgen, sodass ich auf dem Weg zum Gruppensport überlegte, ob es eine gute Idee ist meinen Weg fortzusetzen oder ob ich nicht doch lieber wieder vorsichtig nach Hause rutschen soll. Ich entschied mich für vorwärts rutschen und kam, zwar etwas langsamer als sonst, erst zu Fuß zum Gruppensport und dann zur Arbeit. Dort störte eine Patientin meinen Schreibtischschlaf, um mir zu erklären, dass sie aus eisigen Gründen auf ihren Termin verzichtet. Eineinhalb Stunden später rief sie mich noch einmal an, um mir zu sagen, dass sie im Radio gesagt hätten, dass sie im Bereich Heidelbergerstraße alles evakuieren, weil sie eine Bombe entschärfen und ich würde doch da so ungefähr wohnen und das dauere noch bis in die Nachmittagsstunden. Wollte sie mir nur sagen, damit ich in der Kälte nicht vor der Tür stehe. Nett von ihr. Daraufhin rief ich den großen Mitbewohner an, um zu erfahren, ob wir auch evakuiert wurden. Der war nicht da. Da er mir aber nicht Bescheid gesagt hatte, ging ich davon aus, dass dem nicht so ist und machte mich als ich Feierabend hatte auf den Heimweg. Ich hatte gerade das hintere Eingangstor passiert und sinnierte über den Mannschaftswagen, der auf dem ehemaligen Mauerstreifen mit zwei gelangweilten Polizisten besetzt vor dem rotweißen Flatterabsperrband herumstand, als einen großen Rums gab. Ah! Das war die Bombe, dachte ich. Stimmt, das war die Bombe gewesen. Genauer gesagt, waren es die Zünder der Bombe, die haben sie gesprengt. Aber das habe ich erst später im Internet herausgefunden. In dem Moment war ich mir nicht so sicher, ob ich weitergehen darf. Aber da mich die Polizisten gesehen hatten und mich nicht aufgehalten haben, ging ich weiter meines Weges. Die absolute Stille, die dem Rums folgte war sehr bedrückend. Als ich das ganze Gelände durchquert hatte und vor unserer Haustür angekommen war, gab es das erste kurze Kra von den Krähen, die sonst nie um Lärm verlegen sind. Das entspannte mich ein wenig. Oben stellte ich fest, dass der große Mitbewohner tatsächlich nicht da war. Der hatte sich, wie sich später herausstellte, selbst evakuiert. Unseren Häuserblock hatten sie nämlich, obwohl wir im Evakuierungsbereich lagen, nicht evakuiert. Die haben sich bestimmt gedacht  - "Steht nicht in der ersten Reihe. Der viel höhere vordere Häuserblock wird es schon richten." Es war bestimmt unmöglich, dass der Block im Falle eines Falles einfach auf unseren gestürzt wäre ... 
Nein, ich habe mir nicht wirklich Sorgen gemacht. Ich wäre, wenn ich zu Hause gewesen wäre und eigentlich war ich ja auch zu Hause als es rumste, geblieben.
Aber jetzt bleibe ich nicht, sondern gehe. Die Arbeit ruft. Den Mittwoch und Donnerstag werde nachreichen ... wenn nicht noch so viel passiert, dass ich nicht dazu komme.  

Donnerstag, 8. Dezember 2016

Das dritte Toffifee ...

... ist nicht nur für den Weg, sondern auch für die Ordnung. 
Nach dreien ist immer eine Reihe leer, wenn man die Packung in der Richtung betrachtet und leerfrisst, in der sie das Ding in die Folie gezwängt haben und der Aufreissfaden ist ... ich sollte gehen. 

Interessantes Frühstück

Eine Scheibe trockenes Müsliknäcke und zwei Toffifee ... im Grunde isses ja wurscht, ob ich Nutella aufs Knäcke schmiere oder dieses quasi im Stück esse 🙈.
Ist bestimmt irgendwas Gesundes, außer Zucker, ... die Nuss zum Beispiel ... drin, das mein Körper unbedingt braucht, weil er danach schreit.

Wie gut, dass mein Kind schon groß und die Vorbildfunktion, die in Sachen Ernährung sowieso nicht gegriffen hat, entfällt ... ich nehm noch ein Toffifee für den Weg ...

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Warum nur eins essen, ...

... wenn zwei Rocher in der Packung sind?!

Meine Disziplin hat derzeit frei und befindet sich mit offenem Rückflugticket auf einer Reise in die Karibik. Darum kann ich ungehemmt sämtlichen Süßkram, den der blöde nette Nikolaus in meine Schuhe schob, daneben legte oder mir persönlich übergab, auffressen. Ich muss mich aber beeilen, denn ich weiß schließlich nicht, wann die Disziplin zurückkommt (hoffentlich hat sie den Klamottenengernäher mitgenommen). 

Woran du erkennst, dass es nicht dein Morgen ist:

Zuerst landet das in die Waschmaschine einzufüllende Waschpulver breit flächig verstreut auf dem Küchenfußboden.

Dann löffelst du den Kakao fürs nicht mehr kleine Kind in deine Kaffeeschale.

Zu guter Letzt stellst du die abgewaschenen Milchtöpfe in den Tiefkühler. 

Nicht mein Morgen!

Montag, 5. Dezember 2016

Kann man mal wieder sehen, ...

... dass die, die das Wetter machen keine Ahnung vom Wetter haben. Hätten sie Ahnung, hätten sie irgendwo erwähnt, dass es heute schneit. Haben sie aber nicht. Es schneit trotzdem. Nicht viel und keine dicken Flocken, aber ganz viele kleine feine Flöckchen und schneien ist schneien ... also keine Ahnung die Wettermacher.

Ich habe, wie alle vierzehn Tage, eine ziemlich kurze Nacht hinter mir. Darum wahrscheinlich auch die interessante Ausführung über das Wetter. Mit irgendetwas muss man sich schließlich wach halten. Zumal die Nacht noch kürzer als die Ich-komme-vom-Herzallerliebsten-zurück-Nächte sonst sind. Der Grund für die deutlich kürzere Nacht war die Deutsche Bahn. Natürlich. Wer sonst? BDöse Bahn. Was sie gemacht hat? Das:

Mein ICE fuhr zwar pünktlich in Hamburg los, aber unterwegs teilten man mir mit, dass er mich nicht bis zu meinem gewünschten Zielbahnhof bringen, sondern am Hauptbahnhof rauswerfen wird. Aus technischen Gründen. 
Vielleicht ist er auch aus technischen Gründen so langsam gefahren und somit mit fünfundzwanzig Minten Verspätung in Berlin angekommen. Darüber hat aber niemand ein Wort verloren. Immerhin war man so freundlich und hat uns nicht wie sonst üblich Hauptbahnhof tief raus geworfen, sondern ganz oben. Fast gleich neben der S-Bahn. So mussten wir wenigstens nicht alle einmal von ganz tief rechts nach ganz oben links durch den ganzen Hauptbahnhof hetzen, sondern mussten nur einmal die Treppe runter und zwei Bahnsteige weiter die Treppe wieder hoch, um dann im dichten Nebel auf die S-Bahn zu warten. Das war schon alles ein bisschen schaurig.
Das S-Bahn fahren war auch schaurig. Ich mag die Strecke vom Hauptbahnhof nach Hause nicht. Zu viele schlechte Erlebnisse in der S-Bahn gerade auf dieser Route. Leider bieten sich nachts um halb eins nicht so wahnsinnig viele Alternativen. Es gäbe noch einen Bus, aber der fährt nur alle 30 - 40 Minuten und ich kam natürlich im Gerade-weg-Zeitfenster an. Trotz allen Schauerns habe ich die S-Bahnfahrt überlebt ... sogar der Anschluß-S-Bahn war pünktlich ... und auch den ähnlich schaurigen Heimweg. Was da noch so alles im dichten Nebel unterwegs war ... schüttel und grusel und rückblickend noch einen Schritt schneller gehen. 

Tja und als ich dann endlich zu Hause war, war ich vom vielen mich fürchten und dabei furchtbar cool aussehen, damit es keiner merkt, so aufgeregt und gestresst, dass das Schlafen können noch länger dauerte als sonst. Mein Innenleben war auch furchtbar gestresst. Das meldete es in Nacht schon mit Grummeln und Bissen in den Bauch an. Heute Morgen hat es den Umstand dann freundlich mit Durchfall quittiert. Nun beruhigt sich langsam alles und alle. Zurück bleibt ein müdes Frösteln, welches mich durch den ganzen restlichen Tag begleiten wird und ein dumpfer Druck im Kopf, der durchaus noch zu Größerem bereit ist ...

... aber sonst geht es mir gut. Ich habe nämlich gestern auf dem Weihnachtsmarkt einen wunderschönen, großen Schulterbeutel mit Elchen drauf ... keine Weihnachtselche, sondern geblümte Ganzjahreselche ... 




... bekommen. Muss ich erwähnen, dass ich ihn liebe?
Außerdem muss heute auf mein neues "Spielzeug" warten. Die Sendungsverfolgung sagt leider nur, dass sie heute zustellen, aber nicht wann
 ... ungeduldig mit den kalten Füßen scharr ...  

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Sturm und Regen

Wer hat sich denn das Mistwetter ausgedacht?

Hätte ich, da ich nicht Mary Poppins bin, auch wenn es meine Tasche und deren Inhalt manchmal vermuten lässt, getrost meinen Schirm zu Hause lassen können ... alle weg! Ich muss mich erst mal trocken schütteln. 

Seit zwei Tagen haben wir KKWW

KKWW heißt in der Übersetzung oder auch ausgeschrieben:

Kopf- und KnochenWehWetter. 

Was ein Mist! Wo bitte ist die Garderobe, an der ich den Kopf und die Hüfte bis auf weiteres abgeben kann? 

Ich bin total stolz auf mich!

Zum ersten Mal in diesem Jahr ist es mir gelungen meinen wunderschönen, großen EulenWandkalender am 1. umzublättern ... immerhin. 

Zum ersten Mal ist es mir gelungen das Datum meiner Armbanduhr nach einem Monat, der nur dreißig Tage hat, am 1. auf den 1. umzustellen. 

Ich sollte immer ein Bild von meiner Uhr machen, wenn ich das Datum erkennen will. Geht deutlich (jaja, ist nicht ganz scharf, aber dafür ist zu wenig Licht vorhanden), weil sie größer ist als in Natura

Nicht dass das wirklich wichtig wäre. Das Datumfenster ist so klein, dass ich selbst mit Brille Schwierigkeiten habe es zu erkennen. Außerdem kann es gut sein, dass jetzt wieder nur einen halben Tag das richtige Datum angezeigt wird. Die Uhr ist nämlich sehr eigen. Wenn man nicht zum richtigen Zeitpunkt ... am für sie richtigen Zeitpunkt ... an der Krone dreht, hört der Tag für sie einfach schon früher auf oder auch später. Nach dem letzten Datumsdreh war bei ihr immer Mittags um Zwölf schon der nächste Tag.