Dienstag, 24. Januar 2017

"Aber Sie müssen doch ...

... Verständnis haben. Sie haben doch auch ein Kind und müssen wissen, wie das ist."

Nö, muss ich nicht. Ich muss kein Verständnis haben. Mit zwei Jahren muss ein Kind in der Nacht nicht mehr alle eineinhalb bis zwei Stunden brüllen. 
Wenn es krank ist, kann das schon mal vorkommen, aber als täglicher, genauer nächtlicher Dauerzustand geht das nicht. Nicht nur für mich als Nachbarin darüber, sondern für die Eltern geht das im Dauerbetrieb auch nicht.
Mein Kind war von Anfang an ein unruhiger, nicht schlafen wollender Geist. Ich hatte, als er halbes Jahr alt war, die Nase voll, habe einen Strich gezogen und das Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" gekauft. Ja, ich weiß, umstritten, aber uns hat es geholfen und das Kind hat keinen Schaden genommen.
Der erste Abend war furchtbar. Da hat das arme Kind drei Stunden am Stück gebrüllt. Dann hat er aufgeben und ist eingeschlafen. Am nächsten Tag beim Mittagsschlaf und abends beim ins Bett gehen hat er noch einmal jeweils eine halbe Stunde gebrüllt und dann war Frieden. Danach war es mit dem Schlafen überhaupt kein Problem mehr. Bett bedeutet schlafen ... alleine schlafen und gut. Eine ganze Zeit kam er noch einmal die Nacht bei mir trinken. Das war völlig okay, weil er danach einfach weiter geschlafen hat bis zum Morgen. 

Natürlich gab es, wenn das Kind krank war, eine nächtliche Rundumbetreuung. Ich habe viele Nächte wachend neben dem röchelnden Kind verbracht, weil er bis er elf war regelmäßig von Pseudo Krupp heimgesucht wurde. Im Anschluss gab es jedes Mal eine böse Bronchitis ... auch nicht viel besser. Das war aber immer nur mein nächtliches Vergnügen, weil es ohne großes Gebrüll abging. Die Nachbar haben davon nichts mitbekommen. Noch nicht mal der große Mitbewohner hat etwas mitbekommen und der schlief nebenan. Geht also.

Nein, ich habe mich nicht beschwert. Ich habe mich nur höflich erkundigt, ob etwas nicht in Ordnung ist, weil ihr Kind nachts immer so oft brüllt, als ich sie durch Zufall im Treppenhaus traf. Das finde ich legitim. 

Kommentare:

  1. Und ob das legitim ist. Hast Du Hoffnung, dass sich was ändern wird? Ich bin immer nur hmmm ja - erstaunt, wie die meist nicht so jungen Eltern mit ihren vergötterten Sprösslingen umgehen, denen oft keine Grenzen mehr gesetzt werden und von denen jede(r) einzelne sich als Zentralsonne empfinden kann und dies auch tut. Ich denke, man tut sich und schon gar nicht den Kindern einen Gefallen damit - aber das ist nur meine Meinung und ich bin ja schon eine Generation älter... Sei also tapfer und frag ruhig öfter mal nach, vielleicht bringt es ja irgendwann Erfolg - oder Du wechselst das SChlafzimmer, was sicher nicht einfach aber dafür wirkungsvoll wäre...
    Liebe Grüße - Regina

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  2. Mir hat das selbe Buch auch wieder schlafende Nächte beschert, ich kann es nur empfehlen. Für mich ist Schlaf so wichtig und Monatelanges x-mal aufstehen pro Nacht ging nicht mehr.
    Dir und deinen Nachbarn ruhigere Nächte :o)!
    Liebe Grüsse
    Berni

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  3. jo ich habe das beim ersten auch so gemacht und es gingt vorbei dann und die anderen wzei Kinder hatte ich keine Probleme udn wenn sie krank sind ist das klar dann ist da swas anderes. Doch wenn es so oft passiert läuft die Erziehung fehl udn fragen finbde ich gut dass sie bemerkt dass die Nachbarn das auch mit bekommen.
    Ich bin mal gespannt habe neue Nachbarin unter mir bekommen die bekommt bald ihr Kind wie das dann wird.Kinderzimmer gibt es nicht direkt an der Wohnungstür das Bett hab ich gesehen augenroll... das wird laut werden!
    Lieben Gruss Elke

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  4. Ich habe vier Kinder, und jedes hat länger gebraucht, bis es nachts geschlafen hat, warum auch immer??? Ich denke, das ist von Kind zu Kind verschieden, aber die Eltern müssen ein Kind nicht die ganze Nacht schreien lassen. Schon gar nicht in einem Mehrfamilienhaus ... Wie viele Stunden haben der Mann und ich nachts an den Betten unserer Kinder verbracht ...
    Viele liebe Grüße zu dir und ruhige Nächte!

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