Freitag, 17. Februar 2017

Ich bin wieder ein freier Mensch!

Und darüber bin ich sehr froh!!

In der letzten Woche habe ich die Entscheidung getroffen den Rehasport zu beenden. Seit Juni war ich 21 Mal dort. Es war an sich nicht so schlimm, aber es hat meiner Hüfte nicht nicht wirklich geholfen. Es war eher so, dass ich relativ beschwerdearm zum Sport ging und mit arg schmerzender Hüfte wieder herauskam. Klar hätte ich damit leben können, aber wozu? Ich kann meine Dienstagmorgende sinnvoll ... na gut vielleicht nicht sinnvoller, aber gemütlicher mit weit weniger Hektik beginnen. Außerdem war ich aus diversen Gründen, wie zum Beispiel heftige, lange, nicht enden wollende Blutungen, seit Anfang Januar nicht mehr beim Rehasport gewesen. Nicht dass das irgendjemanden interessiert hat, meist habe ich noch nicht einmal jemanden erreicht, um absagen zu können oder mir etwas gefehlt hätte. 
Nach dem ich diesen Entschluss getroffen hatte, habe ich ihn letzten Donnerstag auch gleich in die Tat umgesetzt und bin, nach dem ich mein Paket bei der Post eingesammelt hatte, auf dem Nachhauseweg einen kleinen Umweg machend, zur Verkündung geschritten.

Man zeigte sich dort freundlich, bekümmert und fragte wiederholt, ob es an ihnen liegen würde. 
Man zeigte sich bestürzt nachdem ich die Frage, ob ich denn mit der Ärztin oder der Vorturnerin Rücksprache gehalten hätte, mit der Begründung, dass ich durchaus ein mündiger Patient sei und dies alleine entscheiden könnte, verneinte. 
Man klärte mich mahnend, aber immer noch freundlich darüber auf, dass es nun seien könnte, dass mir die Krankenkasse nie wieder etwas bewilligt, weil ich das eine nun abgebrochen hätte. Woraufhin ich erklärte, dass sich das dann allenfalls auf Maßnahmen für die Hüfte bezieht und die einzige noch offene, bewilligungspflichtige Maßnahme eine Reha wäre, die ich gar nicht machen will, weil ich sie sonst schon gemacht hätte, weil die Ärztin mich dort schon hinschicken wollte, ich aber dankend abgelehnt habe. Verordnungen über Krankengymnastik, die sinnvoll wären, müssen nicht von der Kasse bewilligt werden, sondern belasten, wenn sie nicht den richtigen ICD-10-Code besitzen, was bei einer Hüftarthrose der Fall ist, den Arzt, was ja zu den reihenweisen, meist recht sinnlosen Verordnungen von Rehasport führt. 
Man führte an, dass es nun sicherlicher wieder schlechter werden würde. Woraufhin ich einräumen musste, dass das so sein wird... es ist bei einer Hüftarthrose ... bei Arthrosen jeglicher Art damit zurechnen, dass sie schlimmer werden. Besser werden sie auf gar keinen Fall, weil heilen tun sie nicht. Kaputt ist kaputt. Ein ziemlich einfacher Umstand. 
Man raufte sich nach dieser Ausführung die Haare, sagte dass ich leider noch einmal wieder kommen muss, damit sie mir das Geld, das ich im Voraus dazu bezahlt habe (die Zuzahlung ist ganz sicher höher als das was sie für den eigentlichen Rehasport von der Kasse bekommen) zurückgeben können. Die Unterlagen wäre gerade zur Abrechnung. Klar, gar keine Problem.

Das Geld habe ich gestern eingesammelt. Nun bin ich vorübergehend ein glücklicher, reicher Mensch. 

Kommentare:

  1. Da hast du recht! Und mir graust schon vor meiner Diagnose. Und vor solchem Programm. Ich habe da überhaupt keinen Bock drauf, auf das alles.
    Liebe Grüße Linda

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  2. Genauso wie bei mir . . . allerdings habe ich schon nach 4 Teilnahmen wieder die Flicht ergriffen.
    Gottseidank ging es problemlos.
    Nie wieder Reha -Sport !
    Es lebe die Freiheit.
    ♥lichst Jutta

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  3. hast Du richtig gemacht, denn wenn von vorneherein klar ist, das es nicht bessern kann, sollte man die Finger davon lassen. Es sei denn, durch den Sport würde eine neue, gesunde Hüfte wachsen ;-))

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  4. So geht es meiner Mutter auch. Na jedem Rehasport hat sie mehr Schmerzen als vorher. :(
    Ich find es gut dass du aufgehört hast!

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